29.07.12

Mehdchen-Wochenende

Manchmal sind Tage - oder ganze Wochenenden - tatsächlich genau so, wie man sie gerade braucht. Dieses zum Beispiel. Gestern erstmal laaaaange geschlafen, dann Tanztraining für den Auftritt in drei Wochen (*kreisrenn*), das zwar eher von den Resultaten her eher Panik ausgelöst hat, aber trotzdem spaßig war.

Anschließend dann mit zweien meiner Lieblings-Mittänzerinnen zur Ausstellung "Fashioning fashion" im DHM. Historische Mode von ca. 1750 bis 1920. Soooooo schöne Kleider! Und Mäntel. Und Anzüge. Und Westen. Und Korsetts. OMG. Als ich da rauskam, war meine Stimme glaube ich um drei Oktaven erhöht vom ständigen thiii-en. Allein die Stoffe. Und die Schnitte. Und die Stickereien. Okay, einiges war auch eher ... hässlich? Nicht direkt, aber halt nicht wirklich mein/unser Geschmack. Aber das meiste - hach.

Manchmal find ich's ja direkt ein bisschen schade, dass frau heute nur noch so selten elegante Kleider trägt und die heutige Mode eigentlich keine Silhouetten mehr erschafft. Nicht dass ich die gesundheitsschädlichen Extremformen des Korsetts wieder einführen möchte, um Himmels Willen. Und ich bin auch echt froh, dass ich mich nicht jeden Morgen Ewigkeiten in irgendwelche komplizierten Dinge reinwuseln muss. Aber manchmal wär's doch schön.

Und um das Mehdchen-Wochenende komplett zu machen, hab ich dann, inspiriert von der Ausstellung, beschlossen, dass das Regenwetter die beste Ausrede für jede Menge Kostümfilme ist. Den Anfang hat gestern Abend mal die neueste Verfilmung von "Jane Eyre" gemacht, heute geht's mit "Sense & Sensibility" (2007) und der Dorian-Grey-Verfilmung mit Ben Barnes weiter. Kitsch und Kleider FTW!