02.05.12

Work and Workshops, oder: Dance then, wherever you may be.

Schon wieder so lange kein Lebenszeichen, ich weiß. Was mich abgehalten hat? Dinge. Zu viel zu tun. Auf Arbeit war die letzten Wochen die Hölle. In bunt. Inklusive "Ich weiß, du hast noch letzten Urlaubstag, aber kannst du doch schon für ein paar Stunden kommen"-Anruf. Und ich hab immer gedacht, sowas gibt's nur beim goldenen M. Tja. Wieder was gelernt. Spaßig war's aber auch, teils gerade wegen der stressigen Atmosphäre. Jetzt noch anderthalb Wochen, dann ist hoffentlich erstmal das größte Chaos vorbei.

Nebenbei gab's natürlich wieder Sport in diversen Varianten, dieses Jahr hab ich mir ja wieder gut vollgepackt mit Workshops diverser Art. (Hatte ich mal den guten Vorsatz, es ruhiger angehen zu lassen? Ich sollte mich inzwischen doch besser kennen...)

Im Februar hab ich die Workshop-Saison begonnen mit einem Wochenende i33-Fechten unter der Leitung von Roland Warzecha. Am Ende hatte ich Ganzkörper-Muskelkater, aber es war so *zeig* cool. Viel Grundlagenkram, auf dem wir in den nächsten Monaten aufbauen werden. Und: Zeitlich genau passend zum Workshop hatte ich auch endlich ein vernünftiges Schwert. Wheeee! Kein Plastikprügel mehr! Ist ein Gothic Single Handed Sword, Feather Variant von Krondak.


Als nächstes kam dann im März noch ein einzelner Tag (mehr war nicht drin wegen Terminüberschneidungen) vom Spring Camp der Tap Connection, bei dem ich mir in der "Irish Dance Fitness"-Einheit einen Muskelkater in Bauch und Rücken geholt habe, der gut eine Woche anhielt. Aaalter. Der Rest des Tages war auch anstrengend und großartig. Freu mich jetzt schon aufs passende Sommercamp, auch wenn ich wohl leider auch da nur das Wochenende mitnehmen kann.

Der April brachte dann das halbjährliche Historische Tanzen auf Burg Sternberg, zu dem ich dieses Mal noch zwei meiner Irish-Mädels mitgeschleift habe. Die haben sich auf Playfords, Scottish Country Dance und den Irish Set Dance gestürzt und waren hin und weg. Ich selbst hab weitestgehend das Gleiche gemacht und als persönliches Highlight noch nen Cincquecento-Tanz mitgenommen, den Contrapasso Nuovo (leicht andere Variante, aber halt). Soooo schön! Gegenseitiges Kleiderschmachten und Rumalbern kam natürlich auch nicht zu kurz. Hach.

Ganz aktuell hab ich dann noch das (bisherige?) Jahres-Highlight absolviert: Fünf Tage Irish Dance auf Burg Fürsteneck mit Centi, dreien meiner Berliner Mittänzerinnen und diversen anderen netten Leuten. Hardcore, obwohl ich mit Y. in die Anfängergruppe gegangen bin, die uns zeitweise etwas unterfordert hat. Sämtliche Gelenke, Knochen und Bänder unterhalb des Bauchnabels hab ich mir trotzdem zerschossen, jedenfalls gefühlt. Zusätzlich zum normalen Muskelkater, versteht sich. Autschn. Beim Abhängen im Burghof bei genialem, aber hinterhältigem Sonne-Wind-Mix hab ich mir dann noch gleichzeitig Sonnenbrand und Erkältung geholt. Letztere wird den Zahnarztbesuch (Igitt.) heute sicher noch lustig machen. Aber Aaaaalter, das war's sowas von wert. Schrittmaterial und Technik-Input, lustiges Ceili-Hüpfen (Sweets of May! So großartig!), richtig interessante Theorie-Blöcke, bewundernswert gespielte Live-Musik vom Parallel-Workshop, großartige Burg, tolle Landschaft bei ebensolchem Wetter, und nicht zuletzt unglaublich leckeres Essen. Himmel, hab ich gefressen. Die Rückfahrt war dann noch ein wenig abenteuerlich wegen eines spontanen Zugausfalls, aber insgesamt war's einfach großartig. (Ich habe das Gefühl, dass ich das Wort gerade ein wenig inflationär verwende. Aber es passt so gut!)

Ja. Heute hab ich erstmal Urlaub, blogge endlich mal wieder und ruhe meine Beine aus. Die werd ich schließlich am Samstag brauchen, da ist - nein kein Workshop, sondern Sondertraining meiner eigenen Gruppe, weil Trainerschatzi gestern auffiel, dass der Auftritt Mitte Mai eben schon Mitte Mai ist. Konnt ja keiner mit rechnen, ne?