28.12.11

Jahresrückblick 2011

*staub wegpust* Noch jemand da?

Die Weihnachtstage sind vorbei (schööön war’s, sehr gemütlich bei meinen Eltern), ich bin nach zwei kurzen Arbeitstagen schon fast wieder auf dem Weg zum Silvestertreffen. Vorher ist aber noch ein bisschen Zeit und Luft, um ein wenig zu sortieren. Das noch drei Tage fehlen bis zum endgültigen Jahresende, stört mich dabei nicht weiter. 2011 hat für mich ja auch schon am 22. November 2010 angefangen, quasi.

Seitdem ist für mich die Zeitrechnung „nach Mäcces“ angebrochen. 2011 war daher für mich ein Jahr von neuen Anfängen, Entwicklungen und Umbrüchen. Zuerst kamen, noch Ende 2010, der Umzug nach Berlin und der Anfang meines Volontariats. 2011 stand damit erstmal sehr unter dem Mantra des „Mal sehen, ob ich nächstes Jahr noch hier bin“. Seit September habe ich dafür die Bestätigung und kann endlich längerfristig planen. Das erste Mal seit dem Studium. Ganz dran gewöhnt habe ich mich immer noch nicht, glaube ich. Kneift mich mal wer?

Mit dem Umzug und geregelten Arbeitszeiten (Hallelujah!) kamen endlich wieder Hobbies in Form von Sport. Auch das zum ersten Mal seit dem Studium. War am Anfang ganz schön spürbar, dass ich drei Jahre nix gemacht hatte. Aber es war auch ein großartiges Gefühl, endlich wieder damit anzufangen, in Form von Irish Dance und i33-Fechten. Am liebsten würd ich mir noch mehr dazuholen, vor allem Yoga reizt mich und Chorsingen. Aber dann wäre mir die Woche definitiv zu verplant.

Das war dieses Jahr auch das einzige Manko: Trotz geregelter Arbeitszeiten bin ich gerade im Sommer ziemlich auf dem Zahnfleisch gegangen, als auf Arbeit viel zu tun war und gleichzeitig das Sondertraining beim Tanzen mehr wurde. Und zu viele Wochenenden verplant waren. Ich hoffe, dass ich es nächstes Jahr besser hinkriege, mir Pausen einzubauen und einfach mal abzuschalten. Auch mal „Nein“ zu sagen, obwohl dieses oder jenes noch schön wäre oder sich wer drüber freuen würde. Und die Auszeiten, die da sind, bewusster zu nutzen, statt sie irgendwie vorüberziehen zu lassen. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich nächstes Jahr ein paar Bücher mehr lesen kann, mal öfter ins Kino komme oder mal wieder ein paar Handarbeiten machen kann. Mal sehen, ob die Energie und Zeit im Alltag das tatsächlich hergeben werden.

Vom großteils selbst verschuldeten Zeitmangel abgesehen war das Jahr aber definitiv positiv. Größter Einbruch war von außen betrachtet sicherlich der Tod meines Großvaters, der aber alles andere als unerwartet kam und für alle Beteiligten – vor allem für ihn – eine Erlösung war. Größtes Highlight war der Urlaub in Schottland, der hier ja schon ausführlich gewürdigt wurde. Schottland, User und eine überfällige Auszeit waren eine geniale Kombination. Dazu kamen im Lauf des Jahres die unglaublich entspannte Pampa-Woche im Juni und einige großartige Wochenenden, Nachmittage und Abende mit Tanz und Musik diverser Art und vielen netten Menschen. Bei vielen davon freue ich mich schon auf die Wiederholung im nächsten Jahr.

So gehe ich positiv ins neue Jahr und hoffe, dass es mir ähnlich viel Glück und schöne Momente beschert, dazu vielleicht etwas mehr Ruhe, zumindest innerlich. Zuerst wird es sicher noch mal aufregend werden, ich plane momentan einen Umzug bzw. bin auf Wohnungssuche – zum Glück aber ohne Termindruck. Mal sehen, wohin (innerhalb von Berlin) es mich verschlägt!


Edit: Ich habe gerade den Jahresrückblick 2009 noch einmal gelesen (für 2010 gab's ja keinen hier) und mit dem jetzigen verglichen. Schon krass, wie unterschiedlich die Jahre waren und wie unterschiedlich auch meine Gefühle ihnen gegenüber sind bzw. waren, obwohl beide viele Veränderungen gebracht haben und sehr positiv waren. Irgendwie habe ich momentan (sprich: dieses Jahr) ein viel größeres Bedürfnis nach Stabilität, Ruhe und "Einkuscheln", nach Geborgenheit. Vielleicht, weil 2009 und 2010 zusammengenommen doch ein bisschen viel Unruhe waren? Oder werd ich einfach alt? *g* Was ich aber auf jeden Fall mitnehme für 2012: Wieder mehr Kultur. Himmel, ich lebe in fucking BERLIN. Wieso war ich dieses Jahr kein einziges Mal in der Oper, im klassischen Konzert oder im Theater? Auf keinem einzigen Straßenkünstler-Festival? Das wird sich nächstes Jahr wieder ändern, definitiv.