12.10.11

*pieps*

Anekdoten ausm Leben.

Ich liege heute morgen friedlich schlafend im Bett, als es neben mir piepst. Ich kämpfe mich vom Tief- in den Halbschlaf und komme gedanklich genau so weit: "Ich liege im Bett, es ist dunkel, ich bin müde und will weiterschlafen. Und neben mir piepst es."

Logische Schlussfolgerung: Irgendein Vollpfosten versucht mitten in der Nacht, mich anzurufen. Ich grummele also gedanklich vor mich hin, dass er das lange versuchen kann und ich bestimmt nicht mitten in der Nacht ans Handy gehen werde. Was fällt dem eigentlich ein, noch vorm (eh viel zu frühen) Weckerklingeln bei mir anzurufen?

Das war dann der Moment, wo mir die Erkenntnis dämmerte: Es war nicht mein Handy, das piepste.

Es war der Wecker.

Hnngs.

05.10.11

Hop, vor, rück, vor, brush, cut - dings. Ach, auch egal.

„Während des Tanzens auf dem Wettkampf denkt man an exakt gar nichts,“ schrieb das Centi neulich. Da muss ich ihr nu leider widersprechen. Man denkt an ne Menge. Nur dummerweise an völlig unbrauchbaren Kram. Wobei ich ja auch nicht von Wettkampf sprechen kann, sondern nur von Auftritt. Aber ich glaube, in der Hinsicht ist das vergleichbar.

Meine Herren.

Montagabend gegen 19 Uhr an der Tanzschule gewesen. Rumstehen, hibbeln, quatschen, warten, hibbeln, nicht zu viel trinken. Stunde später. Langsam sind alle da und wir beginnen mal, uns warm zu machen. Aufm Vorplatz. Weil wir da grad stehen. Noch ne halbe Stunde später. Wir sind warm, Trainer kommt an. Timing! *g*

Also haben wir uns kurz in den kleinen Saal gequetscht, sind den Tanz (war ja nur einer, als kurze Showeinlage zwischendurch während einer Tanzparty) noch mal durchgehüpft und wieder raus. Haben noch kurz sortiert, wer wie wann auf- und abgeht. Dann noch schnell nen Schluck Wasser und los. „Denkt ans Lächeln!“

Wir stehen hinter einem albernen Glitzervorhang, Trainer macht ne Ansage. „Noch nie so viele „meiner“ Tänzer auf einmal auf der Bühne, bla, blub“. Trainer schweigt, Publikum applaudiert. Raus in den Saal, immer hinter Y. her. Rechtzeitig stoppen, umdrehen und in die Mitte gucken. Oh, Musik. Sollt ich wohl tanzen. Meine Füße tun das eh schon. Tanze im Kreis auf Mittänzerinnen zu, die genau so nervös und konzentriert aussehen, wie ich mich fühle. Sollten wir nicht Lächeln? Ich mach mal den Anfang, oder versuch’s zumindest.

Umdrehen. Y. kommt auf mich zu. Langsam wird das Lächeln echter. Y. lächelt zurück. Alles wird gut, bestimmt. Und Point und Back. Uuund – Arme hoch. Yay, alle Hände sind da, wo sie sein sollen. Hop-2-3-4-5… Sage mal, war die Musik beim Training auch so schnell? *hetz* Da hat doch wer dran gedreht…

Zurück zum Außenkreis… ah, da ist Y. *hände grapsch* Moment. Nach dem Außenkreis müssten die Skips kommen und dann der Schluss. Aber das würde ja heißen, dass wir fast durch sind. Wir haben doch grad erst angefangen! Moment. Nix „Moment.“. Skips und Schluss. Y. zieht mich mit, meine Füße tanzen eh auf Autopilot. Schnell zur Reihe – ups, etwas weit. Egal. Dann dieser komische Schlängel-Schritt, bei dem ich jedes Mal mit dem falschen Fuß – genau. Hnnngs. Weiter jetzt, weiter, weiter, weiter, ich muss einmal quer durch den Raum kommen mit dem blöden Ding.

Jemand in weißem Shirt kommt auf mich zu und strahlt mich an – oh, T. Du bist’s. T. hat mich auch schon im Arm und wirbelt mit mir im Kreis. Woooaah, meinst du nicht, das ist ein bisschen viel Schwung? Nicht. Auch gut. Immerhin scheinen die Fortgeschrittenen mit dem Hardshoe gut reingekommen zu sein. Sind wir nicht bald fertig mit Wirbeln? Na endlich. Abgang. Jetzt nicht torkeln. Raus, raus, alle raus durch die Seitentür in den kleinen Saal. NaTÜRlich steht Publikum im Weg, immerhin nur einzelne Leute.

Weiterlaufen, noch mal rum, wieder hinter den Vorhang. Die Fortgeschrittenen tanzen immer noch. So Ausdauer möcht ich mal haben. Wir linsen durch den Vorhang. Trainer steht im Publikum und lächelt. Yay. Musik schweigt, Tänzer stehen still, raus, raus, alle wieder raus, verbeugen. Lächeln nicht vergessen.

Dann endgültig raus, jetzt ist Zeit zum Feiern. Fortgeschrittene kommen keuchend wieder zu Atem, Trainer strahlt. Scheint wohl ganz gut gewesen zu sein. Yay us!


… Aber ja. Wer meint, dass man während des Tanzes auch nur *EIN Mal* daran denkt, die Füße vernünftig zu kreuzen, die Arme ruhig zu halten oder auf den Turnout zu achten – nee. Is nicht. Das fällt einem alles hinterher wieder ein, wenn man dann denkt „Hab ich eigentlich?“ Tja. Hab ich? Mal sehen, was die Videos zeigen werden. *g*