30.01.10

Walking in a winter wonderland

So viel also zu den Frühlingsgefühlen. Wir haben Neuschnee. Für norddeutsche Verhältnisse sogar relativ viel davon, genug, um wieder die Langlauf-Skier aus dem Keller zu holen. Und um bei wunderbarstem Winterwetter mit der Kamera loszuspazieren.

Ein verschneites altes Bauernhaus. Seit ich ungefähr 12 bin, träume ich davon, das Haus samt verwildertem Garten zu besitzen. *g* Mag mir jemand ne Million schenken? Plus ne zweite für die notwendigen Arbeiten am Haus?


Blümchen beim Haus gegenüber.


Wuschelhund passt auf.


Die verschneite Brücke über den Bach.


Aussicht über die Weideflächen zum Waldrand.




Der Weg durch den Wald. ... Und morgen wieder auf Skiern! :D!


Das Haus wär auch nicht schlecht. Und schon renoviert.

28.01.10

Let the Sunshine in!

Yeah! Der erste Sonnenschein seit ... okay, seit vorgestern, aber DER war der erste seit Beginn des Monats. Hachedihach. Ich glaub, ich muss gleich mal mit der Kamera raus und sehen, dass ich Schneereste im Sonnenlicht vor die Linse krieg.

Außerdem stelle ich gerade fest, dass gewisse Menschen ein Talent haben, meine eigenen Gedanken zu Papier bzw. Mail zu bekommen, nur deutlicher formuliert. Manchmal ist sowas echt nützlich. (Wer sich angesprochen fühlen mag, wird schon Recht damit haben.)

Und dann, weil's so schön passt und meine gute Laune gerade so trifft: Let the Sunshine in!

09.01.10

Ich stehe da und schaue mich um. Was sehe ich?



Quasi der Jahresrück- und Ausblick, Teil 2, weil mir gerade danach ist. Um ehrlich zu sein, hat es nämlich deswegen länger gedauert mit dem Eintrag (bzw. den Einträgen), weil es mir dieses Mal ziemlich schwer fällt, das Jahr 2009 in Worte zu fassen und zu bewerten. Ein Schlagwort ist ziemlich schnell da: Jahr der Veränderungen und Umbrüche. Ich habe allein in vier verschiedenen Wohnungen gewohnt. Aber über diesen Fakt hinaus ist das Jahr seltsam schwer zu greifen. Ein wenig gebessert hat sich das erst, als ich mir vorgestern endlich mal Zeit genommen habe, mich in Ruhe hinzusetzen und es mit Stift und Papier in der Nähe mal Revue passieren zu lassen. Die alten Neujahrsvorsätze und Pläne anzusehen und mir vor Augen zu führen, was ich umgesetzt habe. Was nicht. Was sich völlig anders ergeben hat als erwartet. Und mich zu fragen, mit welchen Teilen ich zufrieden bin.

Am Ende bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieser Jahreswechsel so etwas wie die Umkehrung des letzten ist: Als 2009 begann, hatte ich vieles nicht umgesetzt, das ich mich für 2008 vorgenommen hatte, aber insgesamt war ich trotzdem zufrieden mit dem vergangenen Jahr und hatte das Gefühl, für 2009 gut aufgestellt zu sein. Umgekehrt hatte ich für 2009 zwar viele Unsicherheiten, aber alle lagen erstmal in einem vertrauten Rahmen, mit dem ich planen konnte. Inzwischen liegen die Dinge anders. Ich habe, wenn ich zurückblicke, viel geschafft und umgesetzt. Einiges ist völlig anders gekommen als geplant, aber die Grundlinien sind ziemlich gut gelaufen. Trotzdem fühle ich mich mit dem Jahresabschluss 2009 nicht hundertprozentig wohl, ohne dass ich festmachen könnte, woran es liegt. Ich habe eben geschrieben, dass das Jahr vor allem mit positiven Ereignissen in Erinnerung bleibt. Das stimmt, wenn ich mir den Eintrag von eben ansehe. Aber gleichzeitig hatte ich bei den ersten Versuchen, auf 2009 zurück und auf 2010 nach vorn zu schauen, kein komplett gutes Gefühl. Und es fällt mir schwerer, Pläne zu schmieden und Vorsätze zu fassen, weil ich kaum absehen kann, wohin die Reise 2010 geht. (Ein paar hab ich trotzdem, aber die kommen - wie immer - nicht ins Blog.)

Vielleicht bin ich einfach zu sehr Ordnungs- und Planungsmensch , vielleicht liegt das leichte Unbehagen aber auch daran, dass ich zum ersten Mal seit längerer Zeit - wenn nicht überhaupt - völlig selbst dafür verantwortlich bin, wie 2010 läuft. Die vorgegebenen Strukturen von Studienplänen und Semester-Abläufen sind endgültig Geschichte. Bisher war die Zeit seit dem inoffiziellen Ende meines Studiums - also den mündlichen Prüfungen - so hektisch, dass mir das erst jetzt wirklich bewusst wird. Da ist plötzlich niemand mehr, der vorgibt, was als nächstes kommt - und momentan finde ich das noch eher beunruhigend. Aber das wird sich ändern. Es ändert sich jetzt schon. Und ich bin sehr gespannt, wo es hinführen wird.


... Und dann möchte ich noch etwas nachschieben, das mir gerade aufgefallen ist, als ich so aufs Jahr 2009 zurückgeblickt habe. Wie einige von euch wissen, ist Samhain / Halloween der Jahreswechsel fürs Neuheidenpack. Der Punkt, um Sachen abzuschließen und neu zu beginnen. Da macht es schon stutzig, dass genau zum Ende Oktober meine offizielle Uni-Entlassung war. Und mein Arbeitsvertrag in Berlin ausgelaufen ist. Zufall? Vielleicht. Aber gestutzt hab ich schon, als es mir aufgefallen ist. Die Zeit für Abschluss und Neubeginn, eh? Dann mal los.

Jahresrückblick 2009



Neujahrsvorsatz Nr. 1: Endlich keine konkreten Zeitangaben mehr ins Blog schreiben, wann der nächste Eintrag kommt. Hmpf. Nun gut, stellen wir uns alle halt vor, es wäre Neujahr oder allerhöchstens der Tag danach, und ich würde einen Jahresrückblick schreiben.

2009 war vor allem das Jahr der - geplanten wie ungeplanten - Veränderungen. Ein Jahr für Neues. Die Uni-Zeit ist zuende gegangen, ich habe meinen ersten Job gefunden und inzwischen ist der auch schon wieder Geschichte. Ich bin in einem Jahr so oft umgezogen wie ... naja, nicht ganz wie bisher in meinem Leben, aber fast. Ich habe vieles neu ausprobiert, neue Freunde gefunden und alte Leidenschaften wiederentdeckt.

Als Top-Ten-Liste, aber ohne wertende Reihenfolge: Die Ereignisse, die das Jahr geprägt haben und an die ich mich vor allem erinnere, wenn ich an 2009 denke:

1. Magister-Abschluss
2. Das Praktikum und der Job im MdB-Büro
3. Urlaub in und um Trier
4. Berliner Kulturleben
5. WG mit Kollegin und ihrer Tochter
6. Rohan-Larp, Pampatreffen, MA-Märkte und Tanzwochenenden
7. Wieder bei den Eltern einziehen
8. Jobsuche gegen Jahresende
9. Kollegen, User und andere Bekanntschaften in Berlin
10. neue und alte Hobbies

Einen Teil davon konntet ihr hier im Blog ja live mitverfolgen, sozusagen. Auf die ersten beiden Punkte bin ich auch immer noch stolz. Die Abschluss-Sachen an der Uni und das Praktikum bzw. den Start in den Job gleichzeitig um die Ohren zu haben, hat mir im ersten halben Jahr 2009 ziemlich viel Stress bereitet, aber mit dem Ergebnis bin ich echt zufrieden. Danach hab ich allerdings erstmal nur der nächsten Auszeit entgegen gefiebert, die ja auch nicht lange auf sich warten ließ: Das Pampa-Treffen mit den Forumsleuten, das einfach nur großartig war. Schade, dass ich bei der Wiederholung nicht dabei sein konnte. Aber im Sommer dann hoffentlich wieder.

Sowieso: Das Jahr hatte viel Stress, aber auch immer wieder schöne Ruhepausen und Inseln. Immer wieder mal ein Wochenende, das weit weg vom Alltag war. Das erste war das Rohan-Larp im Frühling, das ich zwischen die Magisterarbeit und das Lernen für die mündlichen Prüfungen geschoben habe und das da goldrichtig lag. Ich kann immer noch nicht im geringsten schauspielern und hab glaube ich einige Leute zur Verzweiflung getrieben, aber es hat einfach Spaß gemacht. Die größte und wichtigste Ruhepause war allerdings der Urlaub in und um Trier. Auch der lief - typisch für dieses Jahr - andes ab als geplant, aber er war toll und unglaublich erholsam. Der erste Urlaub seit Beginn des Studiums und das erste Mal 2009, dass ich länger als zwei Tage keinen Gedanken an Uni oder Arbeit hatte. Danke noch mal an Erin und Arek für eine wunderbare Zeit!

Wobei ich nicht so tun will, als sei Berlin nur Stress gewesen. Ich habe wunderbare Kollegen gehabt, allen voran T, Lieblingskollegin made of awesome. Und J., bei der ich mich für den Anfang einquartiert habe und dann fürs komplette halbe Jahr geblieben bin. Wir sind nicht wahnsinnig warm miteinander geworden und haben eher nebeneinander gelebt, aber sie hat mir eine nervige Wohnungssuche und den ... je nach Zählung dritten oder vierten Umzug in einem Jahr erspart. Und ich bin um zwei Erfahrungen reicher: Leben in einer WG und Leben mit einem Kleinkind. *g* Und auch sonst war Berlin schon sehr toll. Es gab Treffen mit Usern, es gab tolle Kinoabende, es gab die Möglichkeit, Irish Step auszuprobieren, Volleyball wiederzuentdecken und bei den sympathischen Leuten von "Canto ergo sum" mitzusingen.

Und natürlich gab es Kultur ohne Ende. Von der klassischen Hochkultur bis hin zu Straßenkünstlern und Freiluft-Kinos. Meine Highlights waren die Alte Nationalgalerie, das Straßenkünstler-Festival am Mariannenplatz, "Die Dreigroschenoper" im Berliner Ensemble, "Die Zauberflöte" in der Deutschen Oper, "The Dark Knight" im Freiluftkino Kreuzberg, die Carmina-Burana-Aufführung in Spandau und "Shakespeares gesammelte Werke (in 90 Minuten)" auf der Vagantenbühne. Und noch ziemlich viele andere, aber ich lass es mal dabei.

Alles in allem ein ziemlich chaotisches, vollgestopftes Jahr, in dem sich viel verändert hat und wenig nach Plan gelaufen ist. Endgültig bewerten lässt es sich wahrscheinlich erst mit mehr Abstand, aber jetzt beim Rückblick fällt mir nicht nur unglaublich viel ein, das dieses Jahr für mich geprägt hat, sondern vor allem überwiegend Positives. Entweder fang ich also jetzt schon an, das vergangene Jahr zu verklären, oder es war ein ziemlich gutes Jahr. *g*