25.06.09

Farm of Love!

Nachdem gefühlt das halbe Forum schon hat, will ich auch mal. Ich war nämlich am Wochenende mit der Crème de la crème des Forums auf einem Bauernhof zum Abhängen. Und offiziell zum Geburtstag-Nachfeiern von Vianne, aber das war eher ... wir hatten einen Anlass / eine Ausrede / whatever, um uns zu treffen und vier Tage gemeinsam abzuhängen.

Und es war toll. Farm of Love. Mit Pool. Und Grill / Lagerfeuer. Und genug Kuchen, um ein kleines Drittweltland eine Woche zu ernähren. Und mit Reitmöglichkeit. Und mittelalterlichen Handarbeiten. Und Schwertkampf Und sportlichen Aktivitäten. Und Tänzen. Und männlichen, holzjagenden Männern. *grunz* Und Bio-Beeren und Kirschen im Garten, an denen man sich bedienen konnte. Und Sonnenwendfeier-Fotos. (gestellte, für ein Uni-Projekt. Oi very. Darf nicht drüber reden. Darf die schlimmeren Bilder nie jemandem zeigen. … Boah, wat hatten wir Spaß. *g*) Und passend zum Sonnenwend-Feiern hatten wir grandiose Sonnenuntergänge. Und einen Forums-Mob. Und - Dinge halt. *fuchtel* (Und das großartigste Die-Realität-ist-besser-als-Jane-Austen-Filme-Foto ever.)

Die Nacht auf Sonntag hab ich halb zwangs-durchgemacht, weil irgendein Depp die Tür zu unserem Wohnhaus abgesperrt hatte. Also zurück zum Haupthaus (so gegen zwei Uhr, es war also eh noch früh) und wieder auf die Couch. Ich hätte mir ein Klappbett in einem der Zimmer aufklappen können, aber. Wozu denn. Liederbuch rausgegraben, bis fünf mit Pursi zusammen gesungen, Angst vor Centi und den diversen Äxten gehabt, auf der Couch zusammengerollt, zwei Stunden geschlafen. Jau. Am nächsten Tag müde und heiser, aber gut drauf.

Hach. Farm of Love. Ich will sie heiraten. Alle. Mal wieder.

Fazit II

Wenn ich mal so stehen bleibe (metaphorisch gesprochen. Ich sitze beim bloggen.) und mich umgucke, dann habe ich in den letzten Monaten eine ziemlich rasante Karriere hingelegt. Von Februar bis Anfang April Praktikantin bei MdB, Leute mir sympathisch, ich den Leuten sympathisch, alles nett, ein paar blöde Witze, ob man mich nicht behalten könne. Einen Tag vor Ende des Praktikums hektische Anfrage, ob ich nicht wirklich länger da arbeiten kann. Und plötzlich bin ich studentische Hilfskraft mit halber Stelle.

Jau, und seit Dienstag bin ich jetzt inoffiziell auf Vollzeit (offiziell ab Juli, aber ich mach lieber jetzt ein paar Tage mehr und bummel sie später ab, wenn Hochsommer ist und außerdem im Büro wenig los.) Und habe, neben dem Titel einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, auch plötzlich die Hauptverantwortung in einem Abgeordnetenbüro. Eeeeeep. Ganz so rasant hatte ich mir meine Karriere nicht vorgestellt. (Um ehrlich zu sein, mein erster Gedanke war „Aber ich will doch gar nicht Vollzeit. Ich will doch Berlin genießen!“) Aber cool ist's schon. Und nachdem ich Dienstag völlig erschlagen war, geht's inzwischen auch schon wieder. Viel Arbeit, viele neue Themen, viel Verantwortung, aber es wird. Es macht Spaß. Die Kollegen sind schließlich immer noch genau so nett wie vorher, die Themen genau so interessant.

Jetzt muss ich nur noch sehen, dass ich wirklich, wirklich anfange zu trennen zwischen Arbeit, die im Büro erledigt wird, und zuhause, wo ich entspanne und das mache, worauf ich Lust habe. Blöde Angewohnheit aus der Studienzeit (Himmel, das klingt, als sei das Jahre her. ). Da ging’s nicht anders, aber jetzt schon. Das muss ich lernen. Bald. Aber es wird schon. Ich hab schon mal nach Sport-, Tanz- und Chorsing-Möglichkeiten gesucht. Sieht vielversprechend aus, man darf gespannt sein.

Fazit I

Nachdem ich seit zwei Wochen nur Zeit für den studiVZ-Buschfunk fand, mal ganz offiziell hier: Ich wär dann mal fertig mit dem Studium. Beide mündliche Prüfungen im mehrfachen Sinne des Wortes gut bestanden und gestern dann die offizielle Bestätigung bekommen. Magistra! W00t! Mit 1,8 als Gesamtnote, womit ich komplett glücklich bin.

War ja auch wieder ziemlich typisch Trierischer Stress gegen Ende. Dem Prof, der mir die fünf Wochen vorher zugesandte Literaturliste eine Woche vor der Prüfung umgeworfen hat, würde ich immer noch gerne wohin treten. Aber die Motivation ist doch deutlich schwächer geworden seit ich die Note hab. *g* Nee, insgesamt ist das schon alles prima gelaufen.

Haja, und jetzt isses dann also vorbei. Etwa zwei Monate Magisterarbeit vorbereiten. Sechs Monate schreiben. Etwa sieben Wochen Dauerlernen für die mündlichen Prüfungen. Einmal dreißig und einmal sechzig Minuten nach Worten, Argumenten, Namen und Fachbegriffen suchen, die meisten zum Glück auch finden und nebenbei sämtliche Klamotten am Leib durchschwitzen vor Nervosität. Die Noten haben und kaum glauben können, dass jetzt wirklich alles aus und vorbei sein soll. Keine Seminare mehr. Keine Vorlesungen. Keine Hausarbeiten, keine Referate und keine Klausuren. Keine halb in der Bib verbrachten Tage. Keine nächtliche Vorbereitung auf irgendwelche Sachen. Kein Ärgern über ewig zickende Kopiergeräte und überfüllte PC-Pools. Keine gemeinsamen Mensa-Besuche mehr. Kein Lästern über Profs. Bald keine Studenten-Eintrittspreise mehr. Kein Unisport mehr. Kein Uni-Chor mehr. Keine Studentin mehr.

Es ist schon ein seltsames Gefühl. Wobei es wohl noch seltsamer wäre, wenn ich jetzt erstmal in ein großes Loch gefallen wäre. So mit Job hab ich ja genug Ablenkung und neue Eindrücke und „Ersatz“ für so Dinge wie Uni-Stress und Mensa und Prof-Lästern. Aber es ist trotzdem … anders. Ein neuer Lebensabschnitt und so. :pathos: