19.02.09

My big, fat, Berlin Wedding

„Wedding? Wie die Hochzeit?“, war M.’s Reaktion auf die Info, wo ich in Berlin unterkomme. Mir selbst war das noch gar nicht aufgefallen. Tja, jetzt schon.

Ich bin seit gestern Abend also in der Hochzeit, sozusagen. Wozu es sehr schön passt, dass es draußen komplett weiß ist, weil es schneit ohne Ende. Gestern zum Glück noch nicht, da fuhr ich durch sonnenbeschienene Schneelandschaften und verstand mich bis auf eine kurze Episode kurz vor Ende geradezu blendend mit meinem Navi. Die einzig unschönen Stellen der Reise waren also das Auf-Jena-Zufahren (Wer immer dieses Stadtbild verbrochen hat, gehört bestraft. Ich entschuldige mich in aller Form bei allen Städten, die ich bisher hässlich genannt habe.) und der Moment, in dem mir auffiel, dass ich meinen Lieblingsschal vergessen hatte. :drama:

Joah. Hier bin ich dann wie gesagt gut gelandet, das Haus entpuppte sich als ca. aus den 70ern (wie die Mehrheit der Häuser hier) und riesig. [/dorfkind] Das Personal ist nett, die Wohnung praktisch eingerichtet, allerdings war sie gestern erstmal vor allem dunkel. Weil kein Strom Eeeeep. Wie schrieb Frauke in der Antwort-SMS auf meine Schilderung der Lage: „So viel Mittelalter muss nu doch nicht sein, bei aller Liebe.“ Joah. Aber ca. eine Stunde nach meinem Bemerken dieser Tatsache war der Notfall-Mensch tatsächlich da, drückte kurz fachmännisch auf ein paar Sicherungen und das Licht war da. Halleluja, preiset den Notdienst! In der Nacht hab ich mir dann den Hintern abgefroren, weil Heizung ausgedreht, zwei Außenwände und wesentlich zu dünne Bettdecke (so ein Teil benutz ich sonst im Sommer, wenn die Nachttemperaturen bei 20 Grad liegen…). Hab dann heute Morgen die Wolldecke aus dem Auto geholt, mal sehen, was die nächste Nacht bringt. Wenn ich noch mal frierend aufwache, bleibt die Heizung demnächst an, dann kann sich mein Öko-Hippie-Bewusstsein gehackt legen.

Ansonsten ist die Gegend (neben verschneit) halt … randstädtisch. Wer aus der gleichen Gegend kommt wie ich, darf gerne kurz an Harburg denken, da liegt ihr nicht groß falsch. Verhältnis Türken (also, wahrscheinlich meistens deutscher Pass. Aber ihr wisst, was ich meine.) zu Deutschen ca. 50:50, dazu ein paar Asiaten und Afrikaner. Vor der Haustür die für dieses Verhältnis übliche Mischung aus türkischen Gemüsehändlern, China- und Döner-Imbissen, Maniküre-Studios etc. Und Internet-Telefon-Cafés, von denen ich eins gerade frequentiere. Etwas weiter weg, aber noch gut in Laufweite, die große, bunte Einkaufswelt von Karstadt und DM bis Takko und Aldi. Joah. Passt scho. Kann ich mit leben.

Heute bin ich vor allem rumgelaufen, habe den Mietvertrag fertig gemacht, Dinge besorgt, deren Bedarf ich nicht einkalkuliert oder die ich vergessen hatte, und über den Schneematsch geflucht. Und mit einem Fahrkartenautomaten diskutiert, der mich einen Handy-Tarif andrehen wollte. (Kein Witz! An den Dingern kann man sein Prepaid-Guthaben aufladen. Wenn die Software spinnt, auch unter dem Menüpunkt „Kurzstrecke“.) Soweit zum Stand der Dinge.

16.02.09

ABC - Schildmehdchen lief im Schnee

Das Wetter hat beschlossen, mir zum Geburtstag Schnee zu bescheren. Thiiii! Ich hatte ja schon nicht mehr dran geglaubt, nachdem in den letzten Tagen ständig Schnee angesagt wurde und nie welcher kam. Aber jetzt isser da:

Der Blick aus dem Fenster heute Morgen, etwa halb acht:

Auf dem Schleichweg Nr. 2 hoch zur Uni:


Und in einem Vorgarten: Frühlng und Winter - im Moment noch unentschieden

05.02.09

Es gibt Tage, da verliert man...



... und es gibt Tage, da gewinnen die anderen. Moaaah. Was ist eigentlich diese Woche los? Nicht nur, dass ich mich langwam wieder gefährlich dem Lancaster-Arbeitsrhythmus annähere. Sprich: Ich komme morgens kaum aus dem Bett, krieg tagsüber meinen Hintern nicht hoch und laufe zwischen 17 und 23 Uhr zur Hochform auf. Ich hasse das. Ich will tagsüber was geschafft kriegen und abends gemütlich ausspannen, kthx. Mal ganz davon abgesehen, dass die Leute im Praktikum übernächste Woche sicher auch nicht wirklich begeistert sind, wenn ich motivationslos in der Ecke hänge und kurz vor Feierabend anfange, mal was zu tun. Arghs.
Ansonsten hielt die Woche aber auch noch ein paar besondere Momente bereit. Damit's nicht so langweilig wird. Montag die Zwischenmiete-Geschichte, die mir einen halben Herzkasper beschert hat. Ich überlege immer noch, ob ich sie bloggen sollte, oder ob ich mich im Nachhinein zu sehr aufrege. Gestern hatte dann das Dekanats-Sekretariat, das ich mit einer doch recht wichtigen Frage nerven wollte, seine Öffnungszeiten wegen Krankheit geändert. Und der Rückmelde-Automat streikte. Ein Drama in drei unterschiedlich langen Akten:

Ich: *Tunika (Trierer Uni-Karte) einschieb* *wart*
Automat_1: Herzlich willkommen, bitte wählen Sie aus dem Menü.
Ich: *"Rückmeldung" anklick*
Automat_1: *ratter* *graues Fenster*
Ich: Arghs. *Tunika raus* *Tunika wieder rein*
Automat_1: *Begrüßung* *geöffnetes Rückmelde-Fenster*
Ich: Geht doch. *EC-Karte einschieb*
Automat_1: Karte konnte nicht gelesen werden. *plönk*
Ich: Mblgrmpf. *Karte raus* *Karte rein*
Automat_1: Karte konnte nicht gelesen werden. *plönk*
Ich: Gnaaaarf. *Karte raus* *abmeld* *wieder anmeld* *Karte rein*
Automat_1: Bitte PIN eingeben.
Ich: Na also. *PIN tipp*
Automat_1: Sie sind rückgemeldet. Bitte wählen Sie aus dem Menü. *Zahlungsbeleg ausspuck*
Ich: Woohoo. [/snape] *"Bescheinigungen" anklick*
Automat_1: Bescheinigungen WS 2008/09.

Ich: Gnaaaaah. *zum Automaten nebendran wechsel*
Automat_1a: *Begrüßung* *Menü*
Ich: *"Bescheinigungen" anklick*
Automat_1a: Bescheinigungen WS 2008/09.

Ich: Himmel noch eins! *abmeld* *zum Validierunsg-Automaten wechsel*
Validierungs-Automat: *kryptische Fehlermeldung* *Karte ausspuck*
Ich:

Werd ich heute halt mal ins Studiwerk wandeln und fragen, was da nu wieder spinnt. Ich hab ja sonst nichts zu tun. Ansonsten begann der heutige Tag damit, dass ich mir beim Frühstückmachen mit dem Brotmesser in den Finger säbelte. Zum Glück seitlich, also kann ich noch ungehindert tippen. Aber ich werd das Gefühl nicht los, dass das Universum mir im Moment was zu sagen versucht. "Bleib einfach im Bett und mach dich unsichtbar" oder was in der Richtung.

03.02.09

Imbolc

Haja, ich hab's wieder verpennt. Also auch dieses Mal: nachträglich ein frohes Imbolc / Lichtmess.

Ich hätte echt schwören können, dass ich noch ein eigenes Schneeglöckchen-Bild auf dem Rechner hab. Aber ich finde nur noch den Header, den dich damit gebastelt habe... Na, Getty ist unser Freund.


Der Vorfrühling beginnt, die Tage werden länger, die Welt erwacht. Kann ich im Moment gut gebrauchen, wenn's morgens heller ist, komm ich wieder etwas leichter aus dem Bett. Selber mal wieder ein bisschen zu erwachen, kann im Moment ganz sicher nicht schaden *g*