26.12.08

Frohes Fest

Haja, ich bin mal wieder zu spät. Aber noch ist ja Feiertag, da darf ich noch. Also wünsche ich euch allen ein paar frohe und besinnliche Tage mit viel leckerem Essen, wenn ihr feiert, mit Geschenken, und in jedem Fall ohne Familien- und sonstige Streitigkeiten. Bei mir waren es ein paar sehr schöne Tage bisher, der gefürchtete Familienteil ist überstanden und war sogar richtig lustig, und das Essen ist wie jedes Jahr einfach nur ein Gedicht. *schlemm* Nebenbei habe ich das erste Mal die Weihnachtsgeschichte von Dickens gelesen und muss sagen, dass ich sie - Kitsch und Vorhersehbarkeit hin oder her - einfach nur schön fand. Unterm Baum habe ich mit einigen Sachen ins Schwarze getroffen und mich selbst über schöne Geschenke gefreut - von meinen Eltern gab's ein Navi. Da geht er hin, mein Ruf als Königin des Verfahrens. ;)

Nachdem es hier die letzten Tage grau und stürmisch war, ist in den letzten zwei Nächten die Wolkendecke aufgerissen und passend zu Weihnachten hatten wir ein riesiges, glitzerndes Sternenmeer am Himmel. Und heute Morgen war dann tatsächlich beinahe Windstille, die Sonne ging leicht rosa auf (und scheint jetzt immer noch) und die Welt war voller Raureif. Es war einfach nur wunderschön, durch die knackig kalte Morgenluft zu gehen und Gras und Laub unter den Schuhen knistern zu hören, während die Sonne das Gesicht bescheint und man spürt, dass sie selbst jetzt im Winter schon wieder Kraft hat. Die längste Nacht ist vorbei. :)

01.12.08

English, anyone?

Weil es gerade durchs Forum geistert und ich mich königlich drüber amüsiere:

When I got back from Europe I joked that when a French person says "I speak a little English" they mean that they know the words "I speak a little English". When a German person says "I speak a little English" they mean "I have been studying English for ten years, have read more classic English literature than you've ever heard of, and have a larger English vocabulary than you do. I also speak French, Italian, Esperanto, Mongolian and Aztec."

*wegschmeiß*

30.11.08

2. Tanz-UT, Tag 3: Und die Reverer-ääääächz

Der Wecker piept wieder um sieben. Ich habe besser geschlafen als in der ersten Nacht, was noch lange nicht heißt, dass ich mich ausgeschlafen fühle. Aber auf uns warten Tänze, das treibt aus dem Bett. Zuerst gibt es aber Frühstück. Ohne Adventskranz. Meh. Nimiel und ich improvisieren Cappuccino mit einer Kaffee-Milch-Kakaopulver-Zucker-Mischung, um wach zu werden. Bilden uns ein, dass es tatsächlich wirkt.

Wir wiederholen noch einmal die Renaissance-Tänze und die meisten der anderen Kreistänze und Longways. Und brechen in kollektives Kichern aus, als bei den Reverenzen der Renaissance-Tänze alle synchron ächzen und stöhnen, weil sie Muskelkater haben. Aber wir haben Spaß dabei. (Erwähnte ich eigentlich schon, dass wir an diesem Wochenende verdammt viel Spaß hatten?) Irgendwann wird es Mittag. „Langsam sollten wir dann mal zum Ende kommen, wir müssen den Saal noch fegen und in einer halben Stunde gibt es Mittagessen. Hat noch jemand einen Tanz, den er unbedingt noch mal tanzen will?“ Bevor irgendwer antworten kann, rufe ich nach Parson’s Farewell. Ihr erinnert euch. „Die Damen – Die Herren – Und vor, und seit, und schräg, und vor – und Ronde mit dem Contra.“ Schnell, chaotisch, großartig. Die meisten Leute tanzen bereitwillig mit, der Rest hasst uns endgültig. Kähä.

Wir fegen, ziehen langweilige Alltagsklamotten an und bringen das Gepäck runter in die Halle. Ob Nimiel kurz auf unsere Handtaschen aufpassen kann, während wir den sperrigen Rest schon mal zum Auto bringen? Sie kann. Wir gehen einmal ums halbe Burggelände zum Parkplatz, unterwegs mache ich Fotos von der Burg im Sonnenschein. Am Auto angekommen fällt mir ein, dass der Autoschlüssel in der Handtasche liegt. Die in der Halle bei Nimiel liegt. Damn. Ich jogge zurück und hole ihn. Man hatte ja sowieso viel zu wenig Bewegung am restlichen Wochenende, nech?

Es folgen ein Mittagessen, allegemeines Verabknuddeln und der Aufbruch. Gleich hinter Wewelsburg kommen wir an einer Schafweide vorbei und brechen gemeinsam in Gekicher aus, weil wir an das Gespräch vom letzten Abend denken müssen. Die weitere Fahrt verläuft erstaunlich problemlos, das Navi schickt uns bereitwillig auf die A1, von wo aus ich die Strecke nach Koblenz ohnehin auswendig kenne. Wir nehmen zu seinen Gunsten an, dass es auf dem Hinweg irgendeinen OMGWTF-Stau umfahren hat. Trotzdem. *grummel*

Wir fahren gemütlich (mit Ausnahme eines kurzen Schneeschauers) die Strecke ab, spielen lustiges Tänze-Raten mit der gebrannten Musik des Wochenendes und versprechen uns gegenseitig, uns diverse Links zuzuschicken. Am frühen Abend setzen Erin und ich Fea und Lady in Koblenz ab und machen uns auf die letzte Etappe nach Trier. Und haben auf dem Weg zur Autobahn ein Erlebnis der dritten Art, als die Straßenführung uns auf die linke Seite einer geteilten Fahrbahn führt. Linksverkehr in Deutschland. Creeeeeepy. Anschließend geraten wir in der Eifel in eine schwarze Wand. Instant Night, just add water. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir fahren durch widerlich dicken Hochnebel. Eben noch blaues-Licht-kurz-nach-Sonnenuntergang, jetzt Schwärze. Ich muss an den Insider-Witz mit der bösen schwarzen Nacht denken und kichere vor mich hin.

Irgendwann haben wir dann auch das letzte Stück geschafft, ich setze noch Erin ab und bin kurz danach selbst zuhause. Im Briefkasten finde ich einen Zettel von Hermes. Sie haben versucht, ein Paket zu liefern, haben mich nicht angetroffen, und versuchen es am 29. wieder. Ein zweiter Zettel ist nicht vorhanden. Miep? Als ich nach oben auf meinen Gang komme, sehe ich das Paket vor meiner Tür stehen. Ähm. Lieb gemeint, werter unbekannter Nachbar, aber ist dir eingefallen, dass das Ding jeder hätte mitnehmen können? Ner Freundin von mir ist auf die Weise mal ein neues, nicht gerade billiges Handy abhanden gekommen. Just sayin’.

So, und jetzt geh ich ins Bett, den Schlaf von eineinhalb Nächten nachholen.

2. Tanz-UT, Tag 2: Wir vernaschen nackte Männer und drapieren Schafe

Um sieben piept der Wecker. NATÜRLICH habe ich so gut wie nicht geschlafen, weil ungewohnte Umgebung und all das. Irgendwie schaffe ich es, trotzdem aus dem Bett zu finden, mich anzuziehen (*schnür*) und zum Frühstück zu gehen. Und anschließend wieder hoch zu gehen und mich NICHT wieder ins Bett zu legen. Sondern zum Tanzen zu gehen. Wir tanzen Renaissance-Tänze. Mit seltsamen Schritten und noch seltsamerem Rhythmus. Wir schaffen es regelmäßig, genau in die falsche Richtung zu laufen und völlig aus dem Takt zu geraten, aber hey, wir haben Spaß dabei.

Außerdem streut Bella zwischendurch diverse Longways und Kreistänze ein. Erkennbare Rhythmen! Bekannte Schritte! Gehüpfe! Ich bekomme einen Ohrwurm nach dem anderen, aber es ist großartig. Falsch. Ich bekomme einen Ohrwurm nach dem anderen, unter anderem deshalb ist es großartig. Nebenbei hat es in der Nacht geschneit. Wir versuchen, nicht an Veldenz zu denken.

Nach dem Mittagessen (Schon. Wieder. Nudeln.) schmeißen Lady und ich uns in Empire-Klamotte und gehen Poser-Fotos machen. Gefühlte dreihundert Stück. Brechen ständig in haltloses Kichern aus bei dem Versuch, damenhaft huldvoll Richtung Kamera zu gucken. Ich bekomme den Auftrag, die Outtakes passwortgeschützt in die Galerie zu stellen. Muahaha.

Irgendwann ist die Mittagspause vorbei, das Tanzen geht weiter. Wir beginnen, einen Rhythmus in der Renaissance-Musik zu erkennen. Und tanzen weitere neue Longways. Zu Musik mit Gesang. Von einer Sängerin, die klingt, als wäre sie mit Kermit verwandt. Aber irgendwie klingt es trotzdem cool. Zwischendurch naschen wir Weingummi-Männer, die Bella mitgebracht hat und die … sehr detailliert gearbeitet sind. Erm. Well.

Nimiel und ich erinnern und zwischendurch an einen Tanz, den Centi uns beigebracht hatte. Schnell, chaotisch, großartig. Genauere Details wissen wir nicht mehr, bis auf die Tatsache, dass eine Strophe fast komplett aus gegenseitigem Begrüßen (sprich: Zunicken) bestand: „Die Damen – Die Herren – Und vor, und seit, und schräg, und vor – und Ronde mit dem Contra.“ Ob Bella mit dieser „Beschreibung“ was anfangen kann? Sie kann. „Das ist Parson’s Farewell. Können wir machen.“ Nimiel und ich jubilieren. Der Rest wird uns hassen, weil schnell und chaotisch, aber egal. Wir haben Spaß.
Außerdem üben wir noch mal das Renaissance-Getanze. Bella teilt die Gruppe in zwei Hälften und lässt sie sich gegenseitig zusehen. A real eye-opener, and no mistake. Was sich beim Tanzen völlig unrhythmisch und seltsam anfühlt, wird beim Zusehen zu wunderbar fließenden Bewegungen. Wow.

Auf diesen und noch ein paar weitere Tänze folgt ein Abendessen, zu unserer Überraschung ohne Nudeln. Und eine Stunde Pause. „Hast du auch so Rücken?“ – „Ich hab alles.“ Wir versuchen, die verkrampften Rücken (Merke: Tanzen auf Steinboden ist BÖSE) durch gemütliches Im-Bett-Liegen zu bekämpfen, und schlafen beinahe ein dabei. Um sechs Uhr abends. Whoopsie. Irgendwie macht sich der Schlafmangel langsam bemerkbar. Und stundenlang konzentriert tanzen ist wohl doch anstrengend. Aber toll.

Deswegen geht es auch noch munter zwei Stunden weiter. Oder auch nicht so munter. Bella: „Wir tanzen jetzt noch mal die Challenger’s Round. Ihr erinnert euch? Zwei Double vor, Drehung zum Partner… *erklär*“ Ich, flüsternd zu Nimiel: „Kannst du dich daran erinnern, dass wir den JEMALS getanzt haben?“ – „Nö.“ - "Beruhigend." Irgendwie klappt es trotzdem. Und macht Spaß.

Als die Müdigkeit um sich greift, beendet Bella gegen neun das Tanzen und wir rücken Tische und Stühle wieder in den Raum zum gemütlichen Beisammensein. Lady findet durch Zufall heraus, dass eine der anderen Tänzerinnen – Mink – Schafe hält. Die regelmäßig geschoren werden. Und dass die Wolle bislang immer auf den Müll gewandert ist, weil niemand sie haben wollte. Erin, Lady und ich reagieren synchron: Wir verabreden, dass ab jetzt wir die Wolle kriegen. „Die ist aber dann wirklich frisch vom Schaf, nicht gewaschen und kardiert wie die Spinnwolle, die man kaufen kann.“ – „Cool, dann lernen wir das ja auch noch. Kompletter Kreislauf vom Schaf bis zum Pulli. Wie großartig ist das denn?“ … Ja, wir sind Freaks.

Über das Thema Schafe kommen wir darauf, dass wir mal gehört haben, wenn man Schafe in eine sitzende Haltung bringt, verfallen sie in eine Starre. Deswegen wehren sie sich beim Scheren nicht. Wir haben spontan die Idee, auf eine Schafweide neben einer Autobahn zu gehen, die Schafe sämtlichst hinzusetzen, auf die Autobahn auszurichten und ihnen Schilder vor den Bauch zu packen. „Schafe sind die besseren Menschen.“ „Esst mehr Kühe.“ Und dann mit einer versteckten Kamera die Reaktionen der Autofahrer zu knipsen. … Ja, wir sind Freaks, die übermüdet und albern sind.

Was uns nicht davon abhält, noch eine Weile nett mit im Saal zu sitzen und zu quatschen. Gegen elf allerdings ist endgültig Ende. Irgendwie waren wir beim letzten Treffen ausdauernder. Und das, obwohl wir da auch noch ständig gefroren haben. (Erwähnte ich, dass der Tanzsaal dieses Mal warm war? So. Viel. Liebe.)

2. Tanz-UT, Tag 1: Das Duell

Ich habe gerade beschlossen, den Blog-Eintrag übers Tanz-UT auf der Wewelsburg in mehrere Teile zu teilen, weil ich zu viel zu erzählen habe. Also hier der erste Tag, unschwer zu erkennen an der Überschrift.

Ich fahre pünktlich los, sammle Erin ein und wir fahren Richtung Koblenz. Das Navi ist an, es wird uns die Fahrt über sicher leiten. (Denken wir.) Wir freuen uns vor, hören nette Musik und fachsimpeln über Mittelalter-Dinge. Nachdem wir uns in Koblenz kurz verfahren haben, weil ich zu spät aufs Navi gehört habe, sammeln wir ohne weitere Probleme Lady und Fea ein. Wir fahren gerade wieder aus Koblenz heraus, als von einem Auto kurz vor uns ein Handschuh direkt vor uns fliegt. Dürfen wir jetzt die Waffen wählen?

Das Navi leitet uns weiter auf die A3. Lady und ich runzeln kurz die Stirn, murmeln „Also ich hätt ja die A1 genommen“ und finden unseren eigenen Mangel an Glauben beklagenswert. Also vertrauen wir mal dem Navi. Das tun wir ein paar Stunden, bis uns das Navi aus unerfindlichen Gründen von der Autobahn – inzwischen der A45 weg leitet, obwohl wir noch ca. zwei Stunden von der Wewelsburg entfernt sind. Aber hey, vielleicht macht die Autobahn einen Schlenker, und das hier ist kürzer. Bei der Strecke nach Trier fahre ich schließlich auch über Mendig und Mayen, statt über Koblenz zu schlenkern. Ich mache mir keine weiteren Gedanken. Ein Fehler. Denn was folgt, sind etwa zwei Stunden Fahrt querfeldein durch sauerländische Dörfer und Landschaften, während es langsam später und dunkler wird und sich die vom Navi berechnete Ankunftszeit immer weiter nach hinten verschiebt. Erwähnte ich, dass ich abends um halb sieben noch drei weitere Tänzerinnen am Bahnhof Paderborn einsammeln und deswegen FRÜHZEITIG an der Burg sein wollte? Alldieweil holpern wir über Buckelpisten bergauf und bergab, durch dichter werdende Tannenwälder. „Hatte ich eigentlich schon die Geschichte erzählt, wo mich auf so einer Straße Wildschweine angegriffen haben?“ – „Klappe!!!“

Die Dörfer werden malerischer, die Landschafts-Abschnitte länger, die Welt um uns dunkel. Die erwartete Ankunftszeit liegt bei halb sieben. Fuck. Der Fehdehandschuh in Koblenz war offenbar ernst gemeint, und da wir keine Waffe gewählt haben, hat Wer Anders™ für uns gewählt. Nämlich das Navi. Ahahahaha. Ich finde endlich einen Parkplatz an der Straße (Pro Raststätten an Landstraßen!), drücke meinen Beifahrerinnen einen Atlas in die Hand und lasse sie lotsen. Fast zeitgleich fängt wieder eine Ausschilderung Richtung Autobahn an. Fühle mich leicht verarscht. Will schnellstmöglich zur Autobahn und eine Raststätte. Mit Klo. Und der Möglichkeit, Leute™ anzurufen, auf dass jemand anders die Tänzerinnen am Bahnhof abholt. Schnell noch durchs nächste Dorf, dann – im Dorf ist ein Bahnübergang. Mit geschlossenen Schranken. Und einem Stau aus mehr Autos, als uns in der letzten halben Stunde begegnet sind. Jedenfalls gefühlt. Aaaaaaaaaah!

Wenig später sind wir tatsächlich auf der Autobahn, finden eine Raststätte, an der ich hektisch durch die Gegend telefonieren kann (und deren Parkbuchten in die falsche Richtung geschrägt sind ) und noch eine halbe Stunde später sind wir ENDLICH im Ort Wewelsburg. Der es im Gegensatz zu harzrändischen Käffern schafft, seine Burg auszuschildern. Erin und ich brechen vor Erleichterung in leicht irres Kichern aus, das die halbe Ortsdurchfahrt anhält. Übermüdung, anyone?

Wir stürmen in die Burg und mitsamt Gepäck in den Speisesaal – gefühlte zwei Minuten vor Ende der Essenszeit. Lauwarme, übergare Nudeln mit einem Alibi-Klecks Tomatensauce haben nie so gut geschmeckt.

Okay, das war gelogen. Aber es war mir selten so egal, wie mein Essen geschmeckt hat. *g*

Nach dem Essen beziehen wir das erstaunlich schöne Zimmer, schmeißen uns in Tanzkleidung und – gehen tanzen. Dazu sind wir ja schließlich diese ganze ver****te Strecke gefahren, kthx. Und es klappt tatsächlich wieder mal: Drei Stunden historisches Tanzen können jeden Tag retten, egal was passiert ist. Erst Recht, wenn es Tanzpartner gibt, die so grandios charmen können wie einige der neu dazu gestoßenen Herren. *g*

Als Bella allerdings gegen – was war es eigentlich? Halb elf? – als sie jedenfalls das Tanzen beendet, fallen wir beinahe schneller ins Bett, als wir aus den Klamotten kommen. *knöpf* *schnür*

16.11.08

Wohlfühl-Wochenende




Ein ziemlich perfektes Wochenende in Stichworten

Samstag.
Gegen acht aufgestanden. Chorprobe mit viel Gekicher. Angemeldet für das Chor-Wochenende im Januar. Vorgefreut. Etwa 90 Seiten auf einem der neuen, schnellen Kopierer™ kopiert. Nudeln mit improvisierter Sauce gegessen und dabei MacGuyver geguckt. Mich köstlich amüsiert. Nette Unterhaltung mit A. geführt. In die Stadt gefahren und durch Zufall endlich einen runtergesetzten Atlas gefunden. Tee und Wolle made of awesome gekauft. Von der Wolltante nett beraten worden. In einem spontanen Anfall von Motivation noch einen Teil der kopierten Texte gelesen. Endlich eine Anleitung für das Brettchenweb-Muster gefunden, das ich seit einem halben Jahr weben will. Ausklang des Tages mit dem neuen Tee und Macbeth.

Sonntag.
Ausgeschlafen. Nach dem Aufwachen Macbeth zuende gelesen. Frühstück mit Orangenmarmelade. Entspannt die Texte weitergelesen. Wäsche gemacht. Mittagessen gegessen, das den Fettbedarf für den kompletten Monat gedeckt hätte. :ugly: Texte weitergelesen und zwischendurch Narnia geguckt. Gegen vier mit beidem fertig gewesen. Gewürzkuchen gegessen. Spaziergang im Dämmerlicht. Telefonat mit meinen Eltern.

Und jetzt werd ich mir Tee machen und anfangen, die neue Wolle zu verstricken. Hach.

08.11.08

Mittelalter im Studentenwohnheim

So höret denn und staunet, Volk zu Internet, denn: Ich habe Stoff gefärbt. Mit grünen braunen Walnussschalen. (Nur echt mit drei S.) Es folgt ein Erlebnisbericht in … diversen Akten.

Das Experiment entstand, weil ich Leinenstoff rumfliegen hatte und mir dachte, daraus könnte ich ein zweites Unterkleid für den Mittelalterkram machen. Aber ein zweites im gleichen Naturgrau wäre ja langweilig. Also wollte ich den Stoff braun färben. Und mich beschlich die Idee: Warum Stofffarbe (irgendwie hab ich’s heute mit Dreifachbuchstaben) kaufen, wenn man umsonst und natürlich färben kann? Eine kurze Recherche ergab: Walnussschalen färben braun, man braucht keine Beize oder ähnlichen Krempel und das ganze geht auch kalt. Was ein entscheidendes Kriterium war, denn 20-Liter-Töpfe besitze ich nicht. Und auch keinen Platz, welche unterzubringen.

Also bin ich am letzten Sonntag mal losgeradelt. In der Umgebung des Nachbardorfs gibt es eine Stelle mit relativ vielen Walnussbäumen, da müsste man doch – ja. Theoretisch schon. Nur leider war ich etwa einen Monat zu spät dran, die Bäume waren kahl. Aber da normale Menschen ja eher die Nüsse sammeln und nicht deren grünen Schalen, ließen sich die dann doch noch finden, wenn auch recht mühsam. Denn inzwischen waren sie nicht mehr grün, sondern in einem Zustand, für den „braun und matschig“ noch fast beschönigend ist. Aber ich hatte überhaupt eine Grundlage und war glücklich.

Zuhause hab ich die Schalen - ein knappes Kilo, wenn ich mich richtig erinnere - dann in heißes Wasser gelegt und etwa zwei Tage stehen gelassen.

Im Anschluss daran sieht der entstandene Sud etwa aus wie Espresso:

Also die Schalen rausgefischt, heißes Wasser dazu, bis genug Flüssigkeit da ist, sämtlichen Stoff einzulegen, Stoff rein. Und drei Tage warten. Hatte ich irgendwo so gelesen und hab mich mal dran gehalten.
Nach drei Tagen – also gestern Abend – hab ich den Stoff dann rausgenommen, trocknen lassen und dann nochmal ausgespült. Beim ersten Trocknen sah er so aus:

Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das auch hätte vereinfachen können, weil der erste Trockenprozess hauptsächlich dazu dient, Dinge ™ oxidieren zu lassen, damit die Färbung braun wird und nicht grün. Weil man ja eigentlich mit grünen Schalen färbt. Aber da meine schon braun waren – ja. Gemacht hab ich’s halt trotzdem.

Heute morgen war der Stoff dann zum zweiten Mal getrocknet und sah… nicht besonders braun aus. Ich hab ihn fürs Foto mal neben das Ausgangsmaterial gepackt:

Und noch zum Vergleich: Ausgangsmaterial – gefärbter Stoff – schokobrauner Wollstoff, den ich noch liegen hatte.
Fazit: Eine Färbung, die Zeit in Anspruch nimmt, aber nicht besonders aufwändig ist. Die Ergiebigkeit ist allerdings nicht besonders hoch. Ich hätte sie sicherlich steigern können, wenn ich
a) grüne Schalen genommen hätte, sprich: rechtzeitig auf die Idee gekommen wäre,
b) die Schalen beim rausfischen noch „ausgewrungen“ hätte und
c) den Sud in einem großen Topf aufgekocht und über mehrere Stunden heiß gehalten hätte.

Ja nu. Beim nächsten Mal bin ich schlauer. Wenn ich denn tatsächlich noch mal so einen Anfall von Irrsinn habe. *fuchtel* Und jetzt entschuldigt mich, ich muss die Küche putzen und Kürbissuppe kochen. (Und danach wahrscheinlich noch mal pu- äh, ja.)

03.11.08

"Lies doch mal das Buch hier über Zeitmanagement." - "Seh ich aus, als hätte ich Zeit dazu?"

Deh. Wieso sagt einem niemand, dass die Animationen von direkt hochgeladenen Bildchen nicht funktionieren, und ich sie über Photobucket hochladen sollte? *letzten Eintrag editier*



Äh ja. Ich wünsche ein schönes Halloween / Samhain / Allerheiligen / Allerseelen / Reformationstag gehabt zu haben.



Und ich möchte verkünden, dass meine Zeitplanung derzeit irgendwie … suboptimal ist. Ich hab da ja so ein paar Nähprojekte liegen, nech? Die sollten eigentlich etwa bis Ende des Monats fertig werden. Und mein Grundsatz lautet derzeit: Nähen nur abends, damit ich tagsüber was für die Magisterarbeit tue. Prinzipiell ein guter Plan. Nur sahen die Abende in der letzten Woche so aus:

Montag: Sport
Dienstag: Treffen mit der Erasmus-Gruppe
Mittwoch: Treffen mit A.
Donnerstag: Chorprobe
Freitag: Treffen mit F.

Und diese Woche so:

Montag: Kolloquium
Dienstag: Treffen mit F.
Mittwoch: Mitarbeiter-Konferenz
Donnerstag: Chorprobe
Freitag: irgendwas kommt bestimmt auch da noch, im Zweifelsfall Sport

Jau. Sieht irgendwer das Problem? Dazu kommt, das das Genähe, zu dem ich mich gestern Abend aufgerafft habe, nix geworden ist, weil ich Das Verflixte Band (tm) zu locker angenäht habe und es jetzt Falten wirft. Deeeeeeeh. Meine Motivation, etwa einen Meter Handnaht wieder aufzupulen und neu zu sticheln, liegt gerade bei minus dreihundert, so in etwa. Na, vielleicht wächst die ja bis heute Abend nachm Kolloquium noch wieder.

29.10.08

Die Anmeldung zur Magisterarbeit. Eine Geschichte in Bildern.

Ich bin zur Magisterprüfung angemeldet! Wooooohoooo!

Okay, ich sehe da einige verständnislose Blicke. Also beginnen wir mal von vorne mit der Odyssee. Denn sie begann so etwa vor einem Monat, aber ich hatte zwischendrin keinen Nerv zum Drüberbloggen.

Es begab sich also, dass ich am 24. September mit bester Freundin in der Cafete saß, kleine Auszeit vom VWL-Lernen für die OMGWTF-Abschlussklausur am 26. Und es fielen ungefähr diese Sätze: „Irgendwie find ich das komisch, dass keiner nach der Anmeldung zur Magisterarbeit gefragt hat. Hoffentlich kann ich die Klausur wirklich mitschreiben und so. Aber das hätten sie mir ja wohl vorher gesagt.“

Und es kam der 26., ich schrieb die Klausur, und siehe: Es war gut. Nach etwa drei Stunden ging ich mit gutem Gefühl raus.

Es war genau bis zum 8.10. gut. Da erreichte mich – im ‚Urlaub’ bei Elterns – ein Anruf vom Hochschulprüfungsamt. Ich hätte die Klausur eigentlich gar nicht mitschreiben dürfen, weil ich ja noch nicht für die Magisterprüfung im Hauptfach angemeldet sei. Und deswegen könnte man die Klausur jetzt nicht werten.

Das folgende Gespräch lässt sich zusammenfassen mit:
Ich: Das hat mir vorher keiner gesagt.
HPA: Natürlich hat Ihnen das wer gesagt.

HPA: Wir sind mal gnädig. Wenn Sie die Anmeldung bis Ende Oktober nachreichen, wird die Klausur gewertet.

Jau. Also bin ich, nachdem ich wieder in Trier war, mal kurz von einer Sprechstunde zur nächsten gehüpft, um Prüfer und so zu organisieren. Zum Glück erfolgreich. Und heute Vormittag war’s dann soweit: Ich war beim Dekanat und hatte echt Panik, dass ich mit meinem mir eigenen Siebhirn bestimmt irgendeine Formalität vergessen habe. Hatte ich aber nicht. Nach einer halben Stunde war ich wieder draußen und: Endlich angemeldet. Noch rechtzeitig. Das Datum wird jetzt rückdatiert auf „vor der VWL-Monsterklausur“, was für mich bedeutet, dass ich im März statt im April abgeben muss. Was mir egal ist, weil ich ohnehin ab Februar in Berlin bin und bis dahin fertig sein will.

In diesem Sinne:

Und genau wie ein Unglück selten allein kommt, kam auch gleich noch mehr Freude dazu. Die LWPs (Lebenswertpunkte) der letzten Tage:

~ Stoffmarkt in Koblenz (ich verweise mal frech auf den Blogeintrag von Lady)
~ wunderbaren Wollstoff gefunden
~ eine Einladung zum Handarbeitskränzchen *g*
~ viele nette Leute nach zu langer Zeit endlich mal wieder sehen
~ Pläne, Pläne und erwähnte ich Pläne?

Und jetzt gerade seh ich noch, dass ich die VWL-Klausur, die jetzt ja gewertet werden darf, mit 2,0 bestanden habe. W00t!


Hachja. So darf’s gerne noch ne Weile weitergehen.

24.09.08

Mosaik

Jetzt also auch ich, weil's mir gerade in die Hände fiel und ich spontan Lust drauf hatte, mich damit vom VWL-Lernen abzulenken. Um die Erklärung von Stina zu klauen:

Flickr-Mosaike. Genauer gesagt ein Mosaik, das entsteht, indem man 12 Fragen beantwortet. Man gibt die Antwort auf jede Frage in die Suche bei Flickr ein und sucht sich bei den Suchergebnissen von der jeweils ersten Seite das Bild aus, das einem am besten gefällt. Die URL des Bildes kopiert man dann in den Mosaic Maker (3 colums, 4 rows).

The questions:

1. What is your first name?
2. What is your favorite food?
3. What high school did you attend?
4. What is your favorite color?
5. Who is your celebrity crush?
6. Favorite drink?
7. Dream vacation?
8. Favorite dessert?
9. What do you want to be when you grow up?
10.What do you love most in life?
11. One word to describe you.
12. Your Flickr name.

Da ich keinen Flickr-Namen habe, hab ich mal den Forumsnick genommen.


21.09.08

Mabon

Die herbstliche Tag-und-Nacht-Gleiche ist da. Eigentlich eine Zeit der Ernte, in der man Projekte zuende bringen sollte. Stattdessen fange ich mit der Magisterarbeit gerade erst richtig an, obwohl ich sie durchaus schon im Frühling auf den Weg gebracht habe. Na - man muss ja nicht immer alles ernst nehmen. ;)


Ein schönes Mabon euch allen!

20.09.08

Moins! :D

Jau. Soviel zum Thema Selbstbeherrschung mal wieder. *g* Seit gestern fliegt also jetzt das hier bei mir rum:



Spontankauf bei Ebay, weil "Ich will das aber" irgendwann stärker war als "Du hast es noch nie geschafft, ein Instrument zu lernen, weil dich jedes Mal nach kurzer Zeit die Geduld verlassen hat, also LASS DEN BLÖDSINN."

Erste Feststellung: Uiuiuiuiui, kann man mit dem Teil grauenvolle Töne erzeugen. Offenbar ist's nicht so einfach wie's aussieht... Und das Heft ist auch nicht wirklich hilfreich. Aber wozu hat man Internet? Schließlich gibt es auf dieser Welt wohl nichts, wozu es kein Forum gibt, in dem sämtliche Anfängerfragen schon fünfhundertmal beantwortet wurden. Nebenbei stolperte ich auch noch über darüber, dass meine Whistle gerne mal gedisst wird als nicht gerade spielfreundlich und so. Ich hab mal spontan beschlossen, das zu ignorieren. Wenn die Teile Müll wären, hätte sich der Hersteller wohl kaum fast 200 Jahre aufm Markt gehalten. [/vwl]

Gestern Nachmittag hab ich mich dann erstmal mit dem guten Stück in die Weinberge verzogen, um ein bisschen zu üben, ohne meine Nachbarn in den Wahnsinn oder die frühzeitige Ertaubung zu treiben.* Nach etwa einer halben Stunde hatte ich halbwegs raus, wie ich meinen Mund verbiegen muss, und habe es dann tatsächlich geschafft, mich von "alles klingt schief" auf "wenigstens die tiefen Töne klingen nur manchmal schief" zu verbessern. Die hohen hab ich nur ganz kurz vor Ende mal ausprobiert, dann hab ich beschlossen, die Übung mit was Ohrfreundlichem zu beenden und mich wieder auf die tiefen konzentriert. Die hohen ... kommen irgendwann noch. *g*

So. Und jetzt bin ich gespannt, ob ich bis Weihnachten das im Übungsheft enthaltene "O Tannebaum" hinkriege.



* Ja ich weiß, dass ich zu nett bin und gerade eine großartige Chance verpasse, mich für die Beschallung mit Hardrock/Metal bzw. Hiphop zu rächen. Ich bin halt ein hufflepuffiger Gutmensch. *g*

11.09.08

Klettern für Flachland-Indianer

Jetzt will ich schon seit Montagabend bloggen und schieb’s immer weiter vor mir her. Deh. Also jetzt dann. Denn: Zumindest zum Teil hab ich meine Sehnsucht noch ausgelebt. Nach Schottland hab ich’s zwar so spontan nicht mehr geschafft, aber ich war wenigstens wandern. Am Montagnachmittag, mit Andy, in der Nähe von Cochem.

Genau gesagt, auf dem Calmont-Klettersteig und dem dazugehörigen Höhenweg. Und wir haben es geschafft, tatsächlich wieder beide Konstanten einer Wanderung mit Anna Lena einzuhalten: Wir sind ziemlich viel bergauf gekraxelt und haben uns zeitweise verlaufen. Was mussten die Leute die Wegweiser und den schmalen Pfad, zu dem er führte, auch derartig verstecken! Ist doch klar, dass man dann dem gut sichtbaren, breiten Weg folgt.

Auf jeden Fall sind wir am „Wanderbahnhof“ (Was es alles gibt…) in Ediger-Eller gestartet, sind den Höhenweg lang gewandert bis kurz vor Bremm und dann den Klettersteig zurück. Und es war … anstrengend. Heiß. Und toll. Wobei der Höhenweg zumindest in meinen Augen der anstrengendere Teil war. Denn wie das Wort „Höhe“ schon sagt: Es geht bergauf, und das nicht zu knapp. Zitat meinerseits auf halber Höhe: „Wenn die Wanderwege in Schottland auch so sind, dann kann ich mir das Tinwhistle-Lernen auch sparen. Da hab ich sowieso keine Puste mehr zum Flöten, wenn ich oben bin.“ Aber die Aussicht war sehr schön, und die Idylle am Wanderweg auch:



Nach kurzem Verlaufen sowie einer Diskussion über Feminismus, Konstruktivismus und die Bösartigkeit von Paybackkarten waren wir dann am Klettersteig. Hui, ja, doch, kletterig. Schmal und so. Ich bin so was ja nicht gewöhnt, ich Flachlandmensch. Aber Spaß hat’s gemacht und eigentlich hab ich mich auch immer sicher gefühlt. Dafür gibt’s ja Klettersteige, damit auch Flachland-Touris an Bergen rumkraxeln können.


Nebenbei lerne ich noch ein wenig über Weinbau und über William Turner (Nein, nicht DEN William Turner) und nach etwa vier Stunden sind wir dann tatsächlich wieder am Ausgangspunkt. Natürlich etwa zwei Minuten, nachdem der einmal pro Stunde fahrende Zug weg ist. Joah. Also setzen wir uns ans Moselufer und genießen die Abendsonne, bis der nächste fährt.

Und auf dem Weg nach Hause erlebe ich dann noch eine Überraschung, als der Zug in Trier-Ehrang hält. (Ich glaube doch, dass es Trier-Ehrang war...) Dort steht nämlich ein altes Bahnhofshäuschen mit geschnitzten Symbolen im Giebel:


Kommt mir das Motiv irgendwie vage bekannt vor? *g*

Dem zweiten Teil meiner Sehnsucht bin ich dann übrigens später am Abend nachgegangen. Wozu hat man eine DVD von Braveheart? Ich mag zwar weder den Hauptdarsteller noch ist der Film besonders toll, aber er hat Dudelsackmusik, schottische Landschaft – und vor allem: schottelnde Menschen. Thiii!

08.09.08

Ich will aber! *aufstampf*

*

Oi. Schottland-Wander-Sehnsuchts-Flash der heftigsten Sorte. Ich will jetzt den Great Glen Way wandern. Oder den West Highland Way. Mit Forumsusern und sonstigen Freunden. Ich will schottische Landschaften sehen. Ich will abends am Lagerfeuer sitzen. Ich will mit Insidern um mich werfen und welche zur Antwort kriegen. Ich will Flapjacks essen und Pilzsuppe und Haggis und dazu will ich Guinness trinken und Strongbow. Ich will hoch über einem schottischen Tal stehen, das Panorama genießen und eine Tin Whistle aus der Tasche ziehen. Und dann will ich „Flower of Scotland“ spielen. Und „Bonny Portmore“. Und das Rohan- und das Braveheart-Thema. Und „Caledonia“. Wääääääääh.

… Okay. Ganz ruhig. Könnte bitte mal kurz jemand

1. Mich daran erinnern, dass ich nicht Tin Whistle spielen kann, geschweige denn eine besitze
2. Mich außerdem daran erinnern, dass die Forumswanderung frühestens 2010 über die Bühne gehen kann und dass ich gefälligst meinen Hintern in Bewegung setzen, einen Abschluss machen und einen Job finden sollte, damit das überhaupt realistisch planbar ist.
3. Dafür sorgen, dass meine Ohrwürmer irgendwann mal wieder ein bisschen weniger emo werden. Obwohl. Den Punkt streichen wir. Ich mag meine Ohrwürmer.
*Icon von Patty

04.09.08

Dinge!

„Kind“, dachte ich mir, „Kind, du solltest über Veldenz bloggen.“ Aber irgendwie hatte ich keine Lust. Weil es schon wieder ein „Wir hatten ein tolles Wochenende auf einer Burg“-Eintrag in der Länge eines halben Romans wäre. Weil ich keine Bilder gemacht habe und zu faul bin, Leute zu fragen, ob ich ihre nehmen darf. Und überhaupt. Aber so ganz kann ich’s halt doch nicht lassen. Also tu ich’s halt doch, irgendwie.

Kurzzusammenfassung: Grandioses Wochenende. Leute, Burg, Gewandungen, Essen, Wetter, Dinge – es war einfach nur toll. Nette bekannte Menschen wieder getroffen, neue nette Menschen kennen gelernt und nebenbei einfach mal vier Tage nur getan, worauf man gerade Lust hatte. Was meisten auf „Abhängen für Profis“ hinaus lief. Tagsüber mit freundlicher Unterstützung des Spätsommerwetters, abends dann am Lagerfeuer. Unterbrochen am Samstag durch den Mittelaltermarkt in Manderscheid, auf den ich noch kurz gefahren bin, um Y. zu treffen. Woraufhin wir uns da ins Gras gesetzt und gemeinsam ein bisschen abgehangen haben. So viel Entspannung! Herrlich. (Für ein bisschen Nervenkitzel zwischendurch sorgte dann Aki, der mal kurz ein paar Stunt-Einlagen lieferte. Leider eher unfreiwillige…Oh, und die Russen haben angegriffen. Oder so.)

Das einzig Blöde ist, dass ich mich schon wieder mit viel zu vielen Dingen habe anfixen lassen. Brettchenweben konnte ich ja vorher schon, aber jetzt will ich auch noch Stricken. Und Spinnen. (Wolle. Mit der Spindel. ) Und Schwertfuchteln, aber das geht hier grad nicht. Na, irgendwann dann. Oh, und tanzen will ich auch noch. (Tanz-UT im November! Tanz-UT im November! !) Und eigentlich ein paar Instrumente spielen lernen, aber dazu hab ich bisher noch bei keinem Anlauf die Geduld gehabt, das lass ich also mal. Zumindest erstmal.



So gesehen sollte ich *erstmal* alles lassen, was nichts mit Uni und so zu tun hat, weil ich eigentlich ausgebucht bin. Auf der To-Do-Liste befinden sich für September ein Gruppenreferat, das dazu gehörige Blockseminar und eine OMGWTF-Megaabschlussklausur. Und nebenbei soll die Magisterarbeit endlich soweit vorbereitet werden, dass ich sie anmelden kann. Oh, und drei Artikel für die Zeitung sollte ich auch fertig kriegen. Und wo hängt meine Motivation? Bei wolligen Dingen. (Und nein, es ist nicht hilfreich, dass ich gerade Glennkill lese.)

Arghs. Kind, tu was.

25.08.08

Schatz! Schuhe! :D

Es begann damit, dass mir heute Morgen im Bad beide Glühbirnen synchron durchbrannten. Mit einem durchaus beachtlichen Lichtblitz und ebensolchem Knall. Ich war schlagartig wach, jubilierte kurz () und duschte dann halt im Halb- bis Dreivierteldunkel. Und irgendwann so nach dem Mittagessen machte ich mich dann mal auf in Richtung Stadt, um Glühbirnen zu kaufen. Im ersten Laden waren sie gerade aus (Murphy…), aber hey, im zweiten Laden wurde ich fündig. Ich zog weiter in die Fußgängerzone, weil: Wo ich schon mal da bin, kann ich ja gleich Hausschuhe besorgen, weil meine alten auseinander fallen. Gesagt, getan, schnell welche gefunden. Und dann bin ich aus Jux und Dollerei weiter durch die Fußgängerzone und durch einen Schuhladen nach dem nächsten. Abgewechselt mit ein paar Klamottenläden, aber tatsächlich vor allem Schuhgeschäfte. Hach, haben die teilweise tolle Schuhe. Und sogar bequeme. Hach.

Nur blöd, dass ich heute keine Shopping-Tour geplant hatte und deshalb nicht genug Geld dabei. Also muss ich demnächst noch mal los und hab eigentlich nur Zeit verschwendet. Aber toll war’s. Und ganz nebenbei hab ich noch einen schönen, schlichten Kerzenhalter gefunden, nachdem ich ewig lange nach so was gesucht hatte. Wo bin ich jetzt drüber gestolpert? Im Weltladen. Ich sollte da öfter vorbei schauen.

Aber irgendwie war das heute Nachmittag schon seltsam. Ich im Schuhladen-Rausch. Das passiert … einmal alle zehn Jahre? Und dann fang ich auch noch an, Marken zu mögen, bei denen ich früher schreiend davon gelaufen wäre. Ecco (die haben erstaunlich moderne Sachen dabei ), Rieker Antistress, Josef Seibel (die sind toll! Also irgendwie sehen sie halt … alternativ aus. Aber toll. Guckt mal: Squeee! ). Haja. … Sagt mal, hat irgendwer mir was in den Cappuccino gemischt? Das ist doch nicht normal…

Nebenbei: Inzwischen hab ich die Glühbirnen eingeschraubt und immer noch kein Licht. Arghs. Mein Verdacht fällt auf die Sicherung. Werd ich morgen halt mal den Hausmeister beehren, damit der sich drum kümmert. Selber darf man ja hier nix.

21.08.08

"Hast du eigentlich noch nen Koran, den wir aufs Armaturenbrett legen könnten?"

Bevor wieder jemand drängeln muss.

Ich bin wieder im Trierischen Zuhause angekommen, nach einem wunderbaren Rest Ferien. *zusammenfass* Das Kleid ist mittlerweile fast fertig, Fotos folgen irgendwann mal, wenn es ganz fertig ist.

Und so als nettes Sahnehäubchen zum Ferienende war ich letztes Wochenende dann mal wieder bei Stina, zwecks Geburtstagsnachfeier und Mittelaltermarkt (na, wer ahnte das?). Ein sehr grandioses und -haltiges Wochenende. Es begann damit, dass ich mich am Freitag um neun Uhr morgens bei Elterns ins Auto schwang und kurz vor neun Uhr abends bei Stina wieder aus selbigem kletterte. Mit einigen Pausen zwischendurch auf Raststätten (menschlichen Bedürfnissen nachgehen), in Luxemburg (tanken) und im Trierer Zuhause (anderen menschlichen Bedürfnissen nachgehen (duschen!!!), Dinge aus dem Auto raus- und andere wieder reinwerfen und dem Geschenk den letzten Schliff geben).

Irgendwann war ich dann jedenfalls da, natürlich als letzte, man hat ja einen Ruf zu verlieren, und schlug mir dann erstmal den Bauch mit abartig leckeren Grilldingen voll, nachdem wir Stina noch schnell ein paar Blümchen und Ugly-Smilies beschert hatten. Lady und Centi überredeten mich währenddessen, doch am übernächsten Wochenende zum Abhängen in Gewandung auf die Burg Veldenz zu kommen, und ansonsten entwickelten sich … nette Gespräche.
Stinavater: „Damals beim Bund … blablub … Stellungswechsel…“
User kichern und murmeln das letzte Wort vor sich hin.
Stinavater: „Was ihr wieder denkt. Damals gab’s noch keine Frauen beim Bund.“
User gucken sich einen kurzen Moment mit diesem „Denkt ihr, was ich denke?“-Blick an, dann synchron und prustend: „Das macht es jetzt nicht besonders besser.“

Der Rest des Abends verging mit Schwanz- Mietenvergleichen, dumpfem Ins-Feuer-Starren (*grunz*) und dem Anschmachten der Katzen.

Am nächsten Tag brachen wir dann gegen Mittag auf gen Kaiserslautern, um den dortigen Mittelaltermarkt zu frequentieren. Stina war vorher schon mal da gewesen und hatte sich noch mal die Anfahrtsskizze angeguckt, so weit, so schön. Wir fahren bis Kaiserslautern, runter von der Autobahn, richtige Abfahrt – keine Ausschilderung. Wir kurven eine Weile ziellos durch Kaiserslautern, bis: „Fahr mal auf den nächsten Parkplatz“. Joah. Bevor ein Parkplatz kommt, sind wir plötzlich wieder auf der Autobahn. Womit der zweite Teil meines Rufs auch gewahrt wäre. Aki, der das Auto hinter mir steuert, hält uns inzwischen wahrscheinlich für völlig übergeschnappt, aber was soll’s. Nächste Abfahrt wieder runter. Kaiserslautern-Einsiedlerhof. Nach wenigen Minuten wissen wir, warum sie so heißt. Bäuerliche Idylle weit und breit. Und eine Ausschilderung nach Ramstein. „Fahr mal da lang, das müsste richtig sein.“ Ich tue wie mir geheißen. Plötzlich: „Aaaaaah, Ramstein heißt hier doch die Militärbasis Ramstein!“ Die in diesem Moment vor uns auftaucht, samt Wachposten. Zur Erinnerung: Wir sind ein Konvoi aus zwei Autos mit gewandeten Irren, ein Teil der weiblichen Insassen inklusive meinereiner mit züchtigem Kopftuch. Etwa zwanzig Meter vor der Einfahrt der Militärbasis fahre ich hektisch rechts ran und mache einen U-Turn, begleitet vom Sperrfeuer der Amis hysterischen Gekicher meiner Beifahrerinnen.

Um es kurz zu machen: Mit etwa einer Stunde Verspätung kamen wir schließlich doch noch auf dem Markt an und er war – riesig. Tolle Stände, grandiose Show (Burgbelagerung! Reißt sie in Stücke!) und gut aussehende Ritter. Und Odin-Brüller direkt neben uns. Die weniger gut aussahen, dafür aber sehr unterhaltsam waren. *g* Wir schmachten Dinge und Ritter an, verfluchen Bauchtänzer-Gruppen und liegen faul in der Sonne. Und als die irgendwann untergeht, finden wir den Rückweg sogar auf Anhieb. Hah. (Ein Hoch auf Akis Navi. Warum sind wir eigentlich nicht gleich auf diese Idee – na, egal.)

Der Rest des Wochenendes lässt sich mit „viel leckeres Essen, tolle Gespräche und wenig Schlaf“ recht treffend zusammenfassen. Eigentlich müsste man so was öfter machen. … Farm of Love? Jetzt? Pretty please?

Zum Abschluss für alle, die bis hierhin durchgehalten haben, noch ein Gruppenfoto von dem irren Haufen. Hinten Stina, Lady und ich, vorne Centi und Nimiel. Huld und Dank fürs Foto gehen an Aki.


04.08.08

Verwebt und zugenäht

„Du hast so lange nicht gebloggt“, sagt C.
„Stimmt“, sag ich zerknirscht, „schon über nen Monat. Ich weiß.“
„Ich warte immer auf Beiträge“, sagt C., „Und dann sind nie welche da.“
„Aber“, sage ich mit hörbarem *fuchtel* in der Stimme. „Erst war Uni-Bürokratie-Stress und ich war mit den Nerven fertig – und seit das vorbei ist, passiert einfach nichts mehr.“
„Na und“, sagt C., „dann bloggst du halt darüber, das nichts passiert.“
Und deswegen tu ich das jetzt.

Aber einen Einzeiler-Eintrag zu machen à la „Ich leb noch, aber es passiert nix“, das ist mit meiner Blogger-Ehre nicht vereinbar. Also ein bisschen präziser muss man da schon werden. Und es ist ja genau genommen auch gar nicht so, dass überhaupt gar nichts mehr passiert. Nur nichts, das wirklich einen Blog-Eintrag rechtfertigt – jedenfalls nicht im Moment, denn im Moment bin ich bei Elterns zu Besuch und da bin ich immer notorisch schreibfaul. Da müssen Dinge schon wirklich spannend sein, damit ich drüber blogge. Aber die letzten Tage waren ja gerade ent-spannend.

Teilweise waren sie geradezu meditativ. Ich hab nämlich mal wieder gebrettchenwebt brettchengewebt mich dem Brettchenweben gewidmet. Ein neuer Gürtel für die Gewandung musste her, weil der alte ja zu kurz war und überhaupt. Jetzt hab ich nen neuen, er ist lang und hat ein tolles Rankenmuster.

Ansonsten lautet die Lektion der letzten drei Tage: Kein Webfehler ist so deppert, dass ich ihn nicht irgendwann im Laufe eines Gürtels mache. Weder das Überspringen oder doppelte Weben ganzer Zeilen, noch das falsche Drehen einzelner Brettchen noch das Destillat der Dumheit (sic), nämlich alle Brettchen richtig zu drehen und dann vergessen, vor der nächsten Zeile den Schussfaden durchzuziehen. :doh:

Aber jetzt bin ich ja wie gesagt fertig und kann mich dem nächsten Projekt widmen. Auf meinem Bett liegt nämlich gerade wundervoller Blümchenstoff, der darauf wartet, zu einem Empirekleid* verarbeitet zu werden. Man darf gespannt sein.


* Eine Umfrage im Forum meines Vertrauens ergab übrigens, dass die Mehrheit der User das Wort englisch ausspricht (18 zu 13). Die Wikipedia-Herleitung des Wortes legt allerdings nahe, dass die französische richtig ist. Hah. [/nutzloses Wissen]

27.06.08

Bücher! Bücher! Hunderttausend Bücher!


Gerade bei Tamira gesehen und nicht widerstehen können: Ein Bücher-Meme.

The Big Read reckons that the average adult has only read 6 of the top 100 books they've printed.


1) Look at the list and bold those you have read.
2) Italicise those you intend to read.
3) Underline the books you LOVE. (da ich es gerade nicht hinkriege, Dinge zu unterstreichen, werde ich sie stattdessen einfärben.)
4) Reprint this list in your own LJ so we can try and track down these people who've read 6 and force books upon them ;-)

1.) Pride and Prejudice - Jane Austen (Steht im Regal und ist das nächste auf meiner Liste)
2.) The Lord of the Rings - JRR Tolkien
3.) Jane Eyre - Charlotte Bronte (Hm. Also zumindest vielleicht.)
4.) Harry Potter series - JK Rowling
5.) To Kill a Mockingbird - Harper Lee
6.) The Bible (doch, wirklich!)
7.) Wuthering Heights - Emily Bronte
8.) Nineteen Eighty Four - George Orwell
9.) His Dark Materials - Philip Pullman
10.) Great Expectations - Charles Dickens
11.) Little Women - Louisa M Alcott
12.) Tess of the D'Urbervilles - Thomas Hardy
13.) Catch 22 - Joseph Heller
14.) Complete Works of Shakespeare (bislang nur Romeo and Juliet und Hamlet)
15.) Rebecca - Daphne Du Maurier
16.) The Hobbit - JRR Tolkien
17.) Birdsong - Sebastian Faulks
18.) Catcher in the Rye - JD Salinger
19.) The Time Traveller's Wife - Audrey Niffenegger
20.) Middlemarch - George Eliot
21.) Gone With The Wind - Margaret Mitchell
22.) The Great Gatsby - F Scott Fitzgerald
23.) Bleak House - Charles Dickens
24.) War and Peace - Leo Tolstoy
25.) The Hitch Hiker's Guide to the Galaxy - Douglas Adams
26.) Brideshead Revisited - Evelyn Waugh
27.) Crime and Punishment - Fyodor Dostoyevsky
28.) Grapes of Wrath - John Steinbeck
29.) Alice in Wonderland - Lewis Carroll
30.) The Wind in the Willows - Kenneth Grahame
31.) Anna Karenina - Leo Tolstoy
32.) David Copperfield - Charles Dickens
33.) Chronicles of Narnia - CS Lewis
34.) Emma - Jane Austen
35.) Persuasion - Jane Austen
36.) The Lion, The Witch and The Wardrobe - CS Lewis
37.) The Kite Runner - Khaled Hosseini
38.) Captain Corelli's Mandolin - Louis De Bernieres
39.) Memoirs of a Geisha - Arthur Golden
40.) Winnie the Pooh - AA Milne
41.) Animal Farm - George Orwell
42.) The Da Vinci Code - Dan Brown (als Hörbuch, that is)
43.) One Hundred Years of Solitude - Gabriel Garcia Marquez
44.) A Prayer for Owen Meaney - John Irving
45.) The Woman in White - Wilkie Collins
46.) Anne of Green Gables - LM Montgomery
47.) Far From The Madding Crowd - Thomas Hardy
48.) The Handmaid's Tale - Margaret Atwood (mal halb gelesen, will ich auf jeden Fall noch komplett lesen)
49.) Lord of the Flies - William Golding (zwangsweise für die Schule, furchtbar)
50.) Atonement - Ian McEwan
51.) Life of Pi - Yann Martel
52.) Dune - Frank Herbert
53.) Cold Comfort Farm - Stella Gibbons
54.) Sense and Sensibility - Jane Austen
55.) A Suitable Boy - Vikram Seth
56.) The Shadow of the Wind - Carlos Ruiz Zafon
57.) A Tale Of Two Cities - Charles Dickens
58.) Brave New World - Aldous Huxley
59.) The Curious Incident of the Dog in the Night-time - Mark Haddon
60.) Love In The Time Of Cholera - Gabriel Garcia Marquez
61.) Of Mice and Men - John Steinbeck
62.) Lolita - Vladimir Nabokov
63.) The Secret History - Donna Tartt
64.) The Lovely Bones - Alice Sebold
65.) Count of Monte Cristo - Alexandre Dumas
66.) On The Road - Jack Kerouac
67.) Jude the Obscure - Thomas Hardy
68.) Bridget Jones' Diary - Helen Fielding (aber nie fertig, wenn ich mich nicht täusche)
69.) Midnight's Children - Salman Rushdie
70.) Moby Dick - Herman Melville
71.) Oliver Twist - Charles Dickens (irgendwann angefangen und nach ca. 20 Seiten entnervt weg gelegt)
72.) Dracula - Bram Stoker
73.) The Secret Garden - Frances Hodgson Burnett
74.) Notes From A Small Island - Bill Bryson
75.) Ulysses - James Joyce
76.) The Bell Jar - Sylvia Plath
77.) Swallows and Amazons - Arthur Ransome
78.) Germinal - Emile Zola
79.) Vanity Fair - William Makepeace Thackeray
80.) Possession - AS Byatt
81.) A Christmas Carol - Charles Dickens
82.) Cloud Atlas - David Mitchell
83.) The Color Purple - Alice Walker
84.) The Remains of the Day - Kazuo Ishiguro
85.) Madame Bovary - Gustave Flaubert
86.) A Fine Balance - Rohinton Mistry
87.) Charlotte's Web - EB White
88.) The Five People You Meet In Heaven - Mitch Albom
89.) Adventures of Sherlock Holmes - Sir Arthur Conan Doyle
90.) The Faraway Tree Collection - Enid Blyton
91.) Heart of Darkness - Joseph Conrad
92.) The Little Prince - Antoine De Saint-Exupery
93.) The Wasp Factory - Iain Banks
94.) Watership Down - Richard Adams
95.) A Confederacy of Dunces - John Kennedy Toole
96.) A Town Like Alice - Nevil Shute
97.) The Three Musketeers - Alexandre Dumas
98.) Hamlet - William Shakespeare (wenn mir jetzt noch jemand erklären könnte, warum das einzeln aufgeführt ist, obwohl die Compete Works oben abgedeckt werden?)
99.) Charlie and the Chocolate Factory - Roald Dahl
100.) Les Miserables - Victor Hugo

Joa. Könnte mehr sein, könnte weniger sein. Und ich bin der Meinung, dass „Sophies Welt“ eindeutig mit auf die Liste gehören müsste. (Und bei einigen anderen Büchern könnte man zumindest drüber streiten.)

25.06.08

Huch? ... Äh, Danke!


Manchmal erlebt man so unerwartete Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, dass man sich davon fast überfallen fühlt. So ging es mir heute Morgen.

Ich bin wie fast jeden Mittwochmorgen (zu) spät dran und eile Richtung Bushaltestelle. Kurzer Blick über die Schulter: Der Bus biegt gerade um die Kurve. Ich starte einen 150-Meter-Lauf, der damit endet, dass der Bus mich überholt, andere Fahrgäste einsammelt und mir ziemlich buchstäblich vor der Nase wegfährt, als ich noch ca. 15 Meter entfernt bin. So weit, so bescheiden und leider auch noch selbst dran schuld. Deh.

Aber als ich gerade fluchend an der Bushaltestelle zum Stehen komme, hält neben mir ein Auto. Eine junge Frau winkt mich ran: „Wollen Sie zur Uni?“ und räumt auch schon den Beifahrersitz frei.

Ich war wirklich komplett verdattert. Und hab mich riesig gefreut. Wie oft passiert es einem schließlich, dass wildfremde Menschen spontan fragen, ob sie helfen können?

21.06.08

Mittsommer

Ein wunderschönes Mittsommer / Litha / Sommersonnenwendfest wünsche ich! Ich hab den Tag zum Anlass genommen, endlich mal wieder den Sonnenaufgang beobachten zu gehen. Und stelle fest, dass meine innere Uhr ab und zu erstaunlich gut funktioniert. Auf Viertel vor fünf stand der Wecker, 15 Minuten vorher bin ich wach. *g*

Als ich losgehe, scheint noch der Mond:

(Ja, ihr Klugscheißer, ich weiß, dass der Mond nicht scheinen kann, sondern höchstens reflektieren. Aber.)

Im Osten wird's schon langsam rosa, aber leider sieht es relativ wolking in der Richtung aus. Na, kann ja auch nett aussehen.

Als ich gegen halb sechs oben auf dem Petersberg (nicht zu verwechseln mit dem Petrisberg gegenüber!) ankomme, ist es schon ziemlich hell.

Nur die Wolken sind leider immer noch da. Aber Sonnenaufgang hinter Wolken kann ja auch sehr grandios aussehen.




Ich bleibe ein Weilchen oben, bestaune die Lichtverhältnisse und höre dem Vogelgezwitscher zu. Herrlich. Warum kann ich mich nicht öfter zu sowas aufraffen? Etwa zehn Minuten, nachdem die Fotos da oben entstanden sind, höre ich auf der anderen Seite des Tals einen Hahn krähen. Spät dran, wa?

Als ich schließlich wieder Richtung Wohnheim gehe, sehe ich eine Bewegung vor mir. Kamera hoch, zoomen - ein Reh! Ich habe Glück und es bleibt genau so lange stehen, dass ich ein Foto machen kann.

Genießt den Tag!